20 genſtände von hohem Werthe enthielt. Von Habgierde entzündet konnte der Franke nicht einige Aeußerun⸗ gen ſeiner Bewunderung unterdruͤcken. Darauf ſagte man ihm, daß die in dieſem Gemache enthaltenen Schätze ſeyn gehörten, wenn er ſie als Beweiſe der aufrichtigen und lebhaften Zuneigung Seiner Kaiſ. Maj. zu ſeinen Verbündeten betrachten wollte, und demzufolge wurden alle koſtbaren Gegenſtände in das Zelt des Normänniſchen Anführers geſchickt. Durch dergleichen Maßregeln muß der Kaiſer Bohemund mit Leib und Seele zu ſeiner Verfügung bekommen; die Franken ſelbſt nennen es ſeltſam, daß ein Mann von ſo unbaͤndigem Muthe, von einem ſo zuͤgelloſen Ehr⸗ geize, in einem ſo hohen Grade von der Habſucht be⸗
herrſcht wird, welches ſie als ein niedriges und unna⸗ —
tuͤrliches Laſter betrachten.
Bohemund, ſagte Agelaſtes, gehört alſo dem Kaiſer auf Leben und Tod;— das heißt ſo lange bis das Andenken an die kaiſerliche Großmuth durch eine ſtärkere Freigebigkeit verwiſcht worden iſt. Alexius wird ſtolz ſeyn, ſich eines ſo wichtigen Oberhauptes verſichert zu haben, und ſich ohne Zweifel ſchmeicheln, durch ſeine Vermittlung und Anſchläge von den mei⸗ ſten andern Kreuzfahrern und Gottfried von Bouillon ſeibſt einen Schwur der Unterwürfigkeit und Treue gegen den Kaiſer zu erhalten; dieſen Schwur würde, abgeſehen von der heiligen Eigenſchaft ihres Unter⸗ nehmens, der letzte ihrer Anführer verweigern, wenn


