Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

,

17 gehörig die Züge des Philoſophen geprüft hatte, um daraus einige Schlüſſe zu ziehen. Weiſer Agelaſtes,

fagte er alsdann, du beharrſt mit Zuverſicht auf dem

Vorhaben, von dem wir uns neuerdings unterhielten?

Ich beharre darauf, antwortete Agelaſtes mit ern⸗ ſter und feſter Stimme.

Aber du haſt für uns nicht Jenen bekehrt, deſ⸗ ſen ruhiger Muth uns im Augenblicke der Noth beſ⸗ ſer dienen wuͤrde, als ein Tauſend ſchlaffer Sklaven.

Es iſt mir nicht geglückt.

Und du errötheſt nicht es deinzugeſtehen? Du, der Weiſeſte von Allen, welche noch auf die Weisheit der alten Griechen Anſpruch machen; du, der Mächtigſte von Allen, welche durch ihre Wiſſenſchaft in Worten, Zeichen, Namen, Amuletten und Zaubermitteln ſich über das Gebiet der menſchlichen Fähigkeiten zu erheben behaupten, du haſt deine Ueberredungsgabe vergebens verſchwendet, du haſt unterlegen wie ein Schulknabe in der Unterredung mit ſeinem Lehrer? Pfui! vermagſt du nicht durch deine Beweiſe den Charakter zu unter⸗ ſtützen, welchen du ſo ſehr zu behaupten wünſcheſt?

Ruhig! ſagte der Philoſoph. Es iſt wahr, Achilles Tatins, ich habe noch nichts über dieſen verſtockten und

unbeugfamen Menſchen vermocht; ich habe aber auch

uoch nichts bei ihm verloren. Wir ſind noch beide in

derfelben Lage zu einander, wie geſtern, und ich habe

in ihm einen Gegenſtand der Theilnahme rege gemacht,

welchen er nicht aus ſeinem Geiſte verbannen kann, W. Scott's ſämmtl. Werke. 1638 Boch. 2