Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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88 den Unglaͤubigen entreißen zu wollen, in das heilige Gebiet des Kaiſerthums zu fallen gewagt haͤtten. Er drohte ihnen eine Züchtigung, welche, wie er ſagte, ſeine unzählbaren Streitkrafte und ſeine Offi⸗ ziere an ihnen ſehr leicht vollziehen wuͤrden. Auf dieſe Aeußerung antworteten alle Zuhoͤrer, beſon⸗ ders die militairiſchen Staatsbeamten durch Zeichen des Beifalls.

Indeſſen beharrte Alexius nicht lange auf den krie⸗ geriſchen Geſinnungen, welche er anfangs geaͤußert hatte. Er ſchien am Ende zu bedenken, daß die Franken als Verfechter des Chriſtenthums auftreten.

Es war moͤglich, daß ſie ernſtlich einen Kreuzzug beabſichtigten, und in dieſem Falle verdiente der Be⸗ weggrund, welcher ſie antrieb, ſo irrig er ſeyn mochte, eine gewiſſe Nachſicht, ja ſelbſt einige Achtung.

Auf der andern Seite war ihre Zahl betraͤchtlich, und man konnte ihre Tapferkeit nicht gering ſchaͤtzen, da man ſie bei Durazzo und an andern Orten ken⸗ nen gelernt hatte. Sie konnten auch, mit dem Wil⸗ len der goͤttlichen Vorſehung, mit der Zeit nutzliche Werkzeuge fuͤr das hochheilige Kaiſerreich werden, wenn ſchon ſie ſich demſelben ohne große Umſtaͤnde und mit ſo wenigen Foͤrmlichkeiten genaͤhert hatten. Indem er alſo die Tugenden der Klugheit, der Menſch⸗ lichkeit und Großmuth mit jener Kraft verband, welche ſtets das Herz eines Kaiſers beſeelen ſoll, batte er einen Plan gebildet, welchen er ihrer Pruͤ⸗