Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Zweifel, ich ſelbſt habe eine Perſon gekannt, die ſie nnendlich weit übertrifft; doch brechen wir hiemit dieſes Geſpraͤch ab.

Narr ohne Gleichen, ſagte Achilles, die Schönheit, die du meinſt, kann nur die Tochter irgend eines gro⸗ ben nordiſchen Bauern ſeyn, der dem Eſel gegenüber wohnte, den die Natur verwünſcht hat, indem ſie ihm ſo wenig Verſtand gab.

Ihr könnt Alles ſagen, was ihr wollt, Feldherr, entgegnete Hereward, weil ihr zum Glück für uns beide mich nicht beleidigen könnt bei einem ſolchen Gegenſtand; denn zuerſt halte ich eben ſo wenig auf euer Urtheil, wie ihr auf das meinige, und ſodann könnt ihr nichts ſagen, um eine Perſon herabzuſetzen, welche ihr niemals geſehen habt. Aber wenn ihr ſie kenntet, ſo würde ich vielleicht nicht ſo geduldig Spöt⸗ tereien gegen ſie zugeben, ſelbſt nicht von einem höhe⸗ ren Offizier. 4

Achilles Tatius hatte den in ſeiner gegenwärtigen Lage nothigen Scharfblick. Er trieb die ſtolzen Ge⸗ müther, welche er befehligte, niemals aufs Aeuſſerſte, und er erlaubte ſich gegen ſie niemals eine Freiheit weiter, als er wußte, daß ihre Geduld vertragen könnte. Auf der andern Seite war Hereward ein voll⸗ kommener Soldat, und hatte wenigſtens in dieſer Hin⸗ ſicht eine aufrichtige Zuneigung und Ehrerbietung für ſeinen Befehlshaber. Als daher der Akoluthos, an⸗ ſtatt ihm uͤber ſeine Dreiſtigkeit zu zuͤrnen, in herz⸗