56 laſſen, und einander die Begebenheiten des Treffens zu erzählen.
„Als die beiden Schaaren ſich unter einander meng⸗ ten, ſchien ihre Vereinigung das Bild eines Kampfes zwiſchen der Freude und dem Schmerze darzuſtellen⸗ — Der rohſte dieſer Barbaren ſelbſt(da ich es ſelbſt geſehen habe, ſo kann ich es feierlich bezengem ſchüt⸗ telte mit ſeinen ſtarken Händen die eines Kameraden, den er nicht mehr wieder zuſehen dachte, und ſeine großen blauen Augen füllten ſich mit Thränen, wenn er den Tod eines Andern erfuhr, welchen er unter den Lebenden zu finden hoffte. Andere graue Krieger prüf⸗ ten die Fahnen, unter welchen ihre Kameraden gefoch⸗ ten hatten, überzeugten ſich, daß ſie alle ſicher und mit Ehren zurückgekehrt waren, und zählten, wie viele neue Pfeile ſie durchbohrt hatten, als Zugabe zu den alten Narben, welche andere Gefechte darin hinter⸗ laſſen hatten.
„Alle erſtatteten ein reichliches Lob dem tapferen und jungen Führer, den ſie verloren, und ertheilten ein gleiches ſeinem Nachfolger im Sberbefehl, welcher die Abtheilung an Statt ſeines verſchiedenen Bruders zurückgeführt hatte.— Und dieſes iſt derſelbe,“ ſagte die Prinzeſſinn mit wenigen Worten, welche als eine augenblicklich in ihrer Geſchichte gemachte Einſchiebung erſchienen,„welchen ich in dieſem Augenblicke der eh⸗ renvollen Achtung verſichere, die ihm die Verfaſſerin dieſer Geſchichte, oder vielmehr alle Mitglieder der


