Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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den Kaiſer ſelbſt ſeine Sänfte verlaſſen, und ſein Schlacht⸗ roß beſteigen ſahen, wie ein gewöhnlicher Reiter. Zu gleicher Zeit ſetzten ſich die hochheilige Kaiſerin, die Verfaſſerin dieſer Geſchichte, und die übrigen im Pur⸗ pur geborene Prinzeſſinen auf Maulthiere, um ihren Weg fortzuſetzen, und überließen ohne Zögern ihre Sänften für den Dienſt der Verwundeten. Dieß war aber auch in gleichem Maße ein Beweiß von kriegeri⸗ ſcher Weisheit als von Menſchlichkeit, denn die Erleich⸗ terung welche man auf dieſe Weiſe den Traͤgern der Verwundeten geſtattete, erlaubte den übergebliebenen Vertheidigern des Engpaſſes bei der Quelle, ſich fruͤher mit uns zu vereinigen, als ſie es ohne dies hätten thun können.

Ein erhabenes Schauſpiel bot ſich dar, als wir dieſe Menſchen, welche uns im ganzen Glanze, den die kriegeriſche Tracht der Jugend und Stärke verleiht, verlaſſen hatten, wieder vor uns erſcheinen ſahen: ihre Zahl war zur Hälfte zuſammengeſchmolzen, ihre Rü⸗ ſtungen zerbrochen, ihre Schilde von Pfeilen ſtarrend, ihre Angriffswaffen mit Blut gefärbt, und ihr ganzes Aeußere trug die Zeichen eines verzweifelten und ganz friſchen Kampfes. Nicht minder anziehend war es, den gegenſeitigen Wilkomm zu bemerken, welcher zwiſchen den aus dem Streite kommenden Soldaten und ihren Brüdern, die den Kaiſer begleitet hatten, Statt fand. Der Kaiſer erlaubte ihnen nehmlich auf die Bitte des treuen Akoluthos, ihre Glieder zu ver⸗