32 behaͤlt ſich mit ſo vielem Geize das Vergnügen der Wohlthätigkeit und Güte bevor, daß ſie ſelbſt ihren naͤchſten Verwandten keine Gelegenheit läßt, ihre Freigebigkeit und Großmuth zu entfalten; indeſſen werde ich, ſoviel ich vermag, dieſem braven Manne meine Erkenntlichkeit bezeugen; an der Stelle nehm⸗ lich wo in dieſer Geſchichte von ſeinen Großthaten geſprochen wird, will ich hinzuſetzen laſſen:„Dieſe That wurde von dem Angeldänen Hereward vollführt, welchen Seine Kaiſerl. Maj. geruhte Eduard zu nen⸗ nen.“ Junger Mann, ſetzte ſie hinzu, indem ſie ihm zu gleicher Zeit einen ſehr werthvollen Ring einhän⸗ digte, bewahre dieſes als ein Pfand, daß wir unſer Verſprechen nicht vergeſſen werden.
Hereward nahm dieſes Geſchenk mit ehrerbietigem Gruße an, und mit einer Art Verwirrung, welche in ſeiner Lage nicht am unrechten Orte war. Es war für den großen Theil der Zuſchauer klar, daß der Aus⸗ druck der Dankbarkeit der ſchönen Prinzeſſin dem jun⸗ gen Manne von der Leibwache angenehmer geweſen war, als der des Kaiſers. Er empfing den Ring un⸗ ter großen Erkenntlichkeitsbezeugungen: Koſtbares Hei⸗ ligthum! rief er aus, indem er dieſes Pfand der Ach⸗ tung an ſeine Lippen brachte, es iſt möglich, daß wir nicht lange zuſammen bleiben. Aber ſeyd verſichert, ſetzte er hinzu mit einer ehrfurchtvollen Verbeugung gegen die Prinzeſſin, daß nur der Tod mich davon trennen wird.


