Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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12 ſich nur über die Beſtürzung der Andern. Nachdem die Prinzeſſin ihren Zuhörern hinlaͤnglich Zeit gelaſſen hatte, um ihre Erſchütterung zu äuſſern, fuhr ſie alſo in ihrer Vorleſung fort:

In dieſer betrübten Lage, in einem Angenblicke, wo die feſtgegründeten und heiligſten Gebräuche des kaiſerlichen Hauſes der Nothwendigkeit weichen muß⸗ ten, in aller Eile Maßregeln für den folgenden Tag zu nehmen, waren die Meinungen der verſchiedenen Räthe nach ihrem Charakter und ihren Sitten ge⸗ theilt; dieſes kann aber, im Vorbeigehen ſey es be⸗ merkt, den Weiſeſten und Geſchickteſten in ähnlichen zweifelhaften und gefahrvollen Faͤllen geſchehen.

Ich werde hier nicht den Namen und die Meinun⸗ gen derjenigen nennen, deren Rath abwechſelnd vor⸗ geſchlagen und verworfen wurde, um hierdurch einen Beweis der Achtung vor dem Geheimniß und der Freiheit zu geben, welche villigerweiſe in den Erörte⸗ rungen des Kaiſerlichen Geheimenraths herrſchen ſoll⸗ ten. Ich will mich darauf beſchränken zu ſagen, daß Einige riethen, den Feind unverzüglich anzugreifen durch fortgeſetztes Vorrücken. Andere hielten es für ſicherer und leichter zu bewerkſtelligen, wenn wir uns einen Weg nach hinten öffneten, und uns auf derſel⸗ ben Straße zurückzögen, welche uns ſo weit geführt hatte. Ich darf es ſelbſt nicht verſchweigen, daß Leute von unzweifelhafter Treue einen dritten Ausweg vor⸗ ſchlugen, welcher freilich mehr Sicherheit als die bei⸗