Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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ten Frauen. Genug, die Stimme des Volkes behaup⸗ tete, daß ſie ſeit einem Jahre oder zwei in ihr ſechſtes Luſtrum getreten war; dieſes ſchien auch ihr Hang zur Philoſophie und Schriftſtellerei zu beſtätigen, wel⸗ cher nicht der Schönheit in ihrer Morgenröthe eigen⸗ thümlich zu ſein pflegt. Sie mochte ſieben und zwanzig Jahre alt ſeyn.

Indeſſen war noch Anna Comnena oder war kurz vorher eine Schönheit erſter Größe geweſen, und man kann annehmen, daß ſie noch Anziehendes genug be⸗ ſaß, um einen nordiſchen Barbaren zu feſſeln, wenn dieſer ſich nicht genau den nnermeßlichen Abſtand, der ihn von ihr trennte, ins Gedächtniß rief. Selbſt die Erinnerung daran würde kaum den Hereward gegen die Reize dieſer Zauberin unverwundbar gemacht ha⸗ ben, bei ſeinem kühnen, freien und unerſchrockenen Weſen. Denn waͤhrend jenen Auftritten ſeltſamer Umwälzungen im Griechiſchen Reiche war es häufig vorgekommen, daß gläckliche Feldherrn die Gemahle kaiſerlicher Prinzeſſinnen geworden waren; daß ſie dieſelben vielleicht ſelbſt zu Wittwen gemacht hatten, um ihren Anſprüchen den Weg zu ebnen. Aber abge⸗ ſehen vom Einfluſſe anderer Erinnerungen, erblickte Hereward, wie der Leſer bald erfahren wird, obwohl er ſich von dem auſſerordentlichen Grade der ihm von der Prinzeſſin geſchenkten Aufmerkſamkeit geſchmeichelt fühlte, in ihr doch nur die Tochter ſeines Kaiſers, des Oberlehensherrn, den er gewählt hatte, und die

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