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„Mit einem Worte, General Camvell,“ ſagte Redgauntlet;„bringt Ihr Frieden oder Krieg?— Ihr ſeyd ein Mann von Ehre, und wir konnen Euch trauen.“
„Ich danke Euch, Sir,“ ſagte der General;„die Antwort auf dieſe Frage ſteht bei Euch, Ihr Herrn. Kemmt, ſeyd nicht thöricht; es war vielleicht nicht ſo ſchlimm mit Eurer Verſammlung in dieſem unbekann⸗ ten Winkel; eine Bärenhaͤze, ein Hahnengefecht oder ſonſt eine Beluſtigung moͤchtet Ihr beabſichtigt haben, aber ſo wie Ihr mit der Regierung ſteht, war es ein wenig unklug, und hat Beſorgniß veranlaßt. neber⸗ triebene Nachrichten von Eurem ünternehmen wurden der Regiernng vorgelegt durch einen Verraͤther in Eu⸗ rer eigenen Mitte, und ich wurde mit der Poſt abge⸗ ſendet, um den Befehl uͤber eine hinlängliche Trüp⸗ penzahl zu übernehmen, falls dieſe Verlaäͤumdungen Grund haben ſollten. Ich bin daher hier, hinreichend von Cavallerie und Infanterie unterſtuͤzt, um nach Befinden der Umſtaͤnde zu handeln, aber mein Befeht iſt— und das ſtimmt mit meiner Neigung ſehr über⸗ ein, keine Verhaſtung, ſogar keine weitere Nach⸗ forſchungen vorzunehmen, wenn dieſe gute Vers ſammlung ihr eigenes Beſte betrachten, ihr Vor⸗ haben aufgeben, und ruhig nach Hauſe gehen will.“
„Was!— alle?“— rief Sir Richard Glendale, „alle, ohne Ausnahme?“
„Alle, ohne eine einzige Ansnahme,“ ſagte der General,„ſo find meine Vefehle; nehmt Ihr meine Vedingungen an, ſp erklaͤrt Euch und eilt; es moͤch⸗ ten Dinge eintreten, die Sr. Majeſtaͤt gütige Geſin⸗ nungen gegen Euch alle ſtören koͤnnten.“
„Sr. Majeſtät gütige Geſinnungen!“ ſagte der Reiſende.„Habe ich recht gehört, Sir?“
„Ich wiederhole des Koͤntgs eigene Worte,“ erwie⸗ derte der General.„Ich will, figten Sr. Majeſtät, das Vertrauen meiner Unterthanen verblenen, iudem
W. Stott's Werke, XIX. 9


