Teil eines Werkes 
19. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 5. Bändchen (1826)
Entstehung
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by ich kann Euch bei keinem andern Namen nen⸗ nen warum empfaͤngt Ihr einen alten Freund ſo Jalt? Aber Ihr werdet meine Botſchaft vermuthen.

und ſind darauf vorbereitet, General, ſagte Redgauntlet;wir ſind die Männer nicht, die ſich gleich Schaafen zur Schlachtbank ſchleppen laßen.

Pah! Ihr nehmt das viel zu eriſthat⸗ laßt mich nur ein Wort mit Euch ſprechen.

Keine Worte, ſagte Redgauntlet,koͤnnen un⸗ ſern Vorſaz erſchuͤttern, und ſtaͤnde auch Euer gan⸗

zes Kommando ums Haus her, wie ich faſt ver⸗

muthe.

Ich bin in der That nicht ohne Unterſtüzung⸗

ſagte der General;aber wenn Ihr mich hoͤren wollt

Hoͤrt mich, ſagte der Reiſende⸗ und ſchritt vor⸗ waͤrts; ich bin wahrſcheinlich das Ziel, das Ihr im Auge habt; ich ergebe mich freiwillig, um die Herrn aus der Gefahr zu retten, laßt Euch daran genugen zu ihrem Beſten.

Ein Ausrufnimmer, nimmer! erhob ſich aus dem ileinen Kreis der Anhänger, die ſich um den un⸗ gluͤcklichen Fürſten draͤngten, und Campbell ergriſſen oder niedergeſchlagen hatten, ware er nicht mit ver⸗ ſchränkten Armen ſtehen geblieben, und hatte ſein Blick nicht mehr ungeduld, weil ſie nicht auf ihn bö⸗ ren wollten, als die mindeſte Furcht vor Gewaltthaͤ⸗ tigkeit von ihren Händen verrathen. Endlich wurde es einen Augenblick ſtill.

Ich kenne, fagte er,dieſen Herrn nicht, Gier machte er gezen den unglücklichen Fürſten eine tiefe Verbeugung) ich wuͤnſche auch nicht, ihn kennen zu lernen, die Vekanntſchaft wurde fuͤr keinen von uns beiden paſſen.

Unſere Vorfahren haben ſich doch wohl gekaunt,⸗ ſagte Karl, unfahig, ſelbſt in dieſem Augenblick der drohenden Gefahr die ſchmerzliche Erinnerung gn die verlorene Koͤnigswurde zu unterdruͤcken⸗