Teil eines Werkes 
19. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 5. Bändchen (1826)
Entstehung
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Gut, meinartiger Herr, in ſehe, Ihr ſchämt Euch nnn ſelbſt, und das iſt nun kein Wunder. Ihr muͤßt dieſe Konigin aufgeben, das iſt keine Geſelſchaft für Euch. Ich habe den ehrlichen Mr. Peſt ſagen hoͤren, das Advokatenkleid ſtimme ſchlecht mit dem Weiberrock zuſammen. Aber kommt mit nach Hauſe zu Eurem armen Vater; ich will auf dem ganzen Wege für Euch ſorgen, Euch Geſellſchaft leiſten, und von nichts wol⸗ len wir ſprechen, als von dem groſſen Proceß des ar⸗ men Peebles gegen Plainſtanes.

Wenn du es gushalten kannſt, Freund, ſagte der Duäker,ſo viel von dem Proceß zu hoͤren, als ich bereits aus reinem Mitleiden mit Dir gehoͤrt habe, ſo denke ich, mußt du bald guf den Grund der Sa⸗ che kommen, wenn ſie nicht poͤllig grund⸗ und bo⸗ denlos iſt.

Farrford ſchuttelte ziemlich unwillig die große kno⸗ cherne Hand ab, welche Peebles auf ſeine Schultern gelegt hatte, und töar im Begriff, ſich etwas unſanft uͤber die unverſchämte Art der Unterbrechung zu aͤnßern, als die Thuͤre ſich offnete, und eine ſchwache Srimme zur Wache ſagte:ich ſage Euch, ich muß hinein, ich muß ſehen, ob Mr. Niron hier iſt; und der kleine Benjie ſtreckte ſeinen ſchiefgedrickten Kopf und ſeine ſchwarzen Luchsaugen herein. Ehe er ſich aber wieder

zurückziehen konnte, ſprang Peter Peebles an die Thüre,

ergriff den Knaben beim Kragen, und zog ihn herein ins Simmer.

Laß mich ſehen, ſagte er,dn nichtsnuziger Sa⸗ tansbraten; ich will dich lehren, deine Auftraͤge ausrichten. Ich will gleich die erſte und zweite Vor⸗ ladung vollſtrecken gegen dich, du Teufelsjunge!

Was willſt du denn? ſagte der Quäker; warum erſchreckſt du den Knaben ſo, Freund Peebles?

Ich habe dem Baſtard einen Pfennig gegeben, mir Taback zu kaufen, ſagte der arme Tropf,und er