Teil eines Werkes 
19. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 5. Bändchen (1826)
Entstehung
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unruhe,es iſt unmoͤglich, daß Ihr hier an Gewalt denken koͤnnt in dieſer Gegenwart.

Wer denkt dann daran, Naͤrrin, erwiederte er, auch nicht der mindeſte Unfall kann uns begegnen, wenn Du nur deinen geruͤhmten Muth zuſammen⸗ nehmen und meiner Leitung folgen willſt. Aber thue es mit kaltem Blute und ſchnell, denn hundert Leben ſind auf dem Spiele.

Himmel, was kann denn ich thun? fragte ich toͤdtlich erſchrocken.

Nur raſch meinen Befehl vollziehen, ie er: es gilt nur einen Handſchuh aufzuheben. Hier, nimm dieſen in die Hand, bedecke ihn mit deinem Kleide, ſey feſt beſonnen und ſchnell oder, ich trete auf jeden Fall ſelbſt hervor.

Wenn hier keine Gewaltthaͤtigkeit beabſichtist wird, ſagte ich, und nahm mechaniſch den eiſernen Handſchuh in meine Hand.

Ich konnte mir ſeine Abſicht nicht vorſtellen, bei dem exaltirten Gemuͤthszuſtande aber, indem ich ihn ſah, war ich uͤberzengt, daß Ungehorſam zu einem wil⸗ den Ausbruch fuhren wurde. Die dringenden Umſtaͤn de erzeugten in mir plotzlich eine Geiſtesgegenwart, daß ich mich entſchloß, alles zu thun, um Gewalt und Blutvergießen abzuwenden. Ich blieb nicht lange in ungewißheit. Ein lauter Trompetenſtoß und die Stim⸗ me der Herolde vermiſchten ſich mit dem Huſſchlag der Roße, und ein Kaͤmpfer, vollkommen wie die bewaff⸗