Teil eines Werkes 
18. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 4. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

102

zum Gluͤck vor einem freundſchaftlichen Gerichte. So gunſtig aber auch der Richter geſtimmt ſeyn mag, ſo konnten doch Conſine Jenny und ich ihn nur mit Muͤhe an Bord behalten. Er beginnt furchtſam, mißtrauiſch und unbiegſam zu werden und ich fuͤrchte, Jenny wird bald ihre Stirne vergebens gegen ihn falten. Ich weiß mir keinen Rath, der Junge, der dieß uberbringt, iſt ein guter Junge thätig für ſeinen Freund, undich habe meine Ehre verpfaͤndet, daß er keinen perſönlichen Unannehmlichkeiten ausgeſetzt ſeyn ſoll, meine Ehre verpfändet! merke Dir dieſe Worte, und erinnere Dich, daß ich auch wild und gefaͤhrlich ſeyn kann, ſo gut als . meine Nachbarn. Ich habe ihn aber nicht gegen eine kurze Gefangenſchaft geſichert, und da er ein regſamer, thaͤtiger Burſche iſt, ſo ſehe ich kein andres Mittel, ihn ſo lange aus dem Wege zu ſchaffen, bis dieß Geſchäft des guten Pater B.. glücklich vorüber iſt; wollte Gott, es waͤre ſchon! immer der Deine, ſollt ich auch noch einmal ſeyn Craig in Peril.

Was denkt Ihr, junger Mann, von der Gefahr, in die Ihr Euch ſo willig begeben wolltet?

Sie kommt mir ſo ſeltſam vor, als das ungewoͤhn⸗ liche Mittel, deſſen Ihr Euch ſo eben bedient habt, Max⸗ well's Vorhaben zu entdecken.

Kümmert Euch nicht um mein Benehmen, ſagte der Pater,ich bin ſicher bei allem, was ich thue, und fürchte keine Verantwortlichkeit. Aber ſagt mir, was iſt Euer jetziges Vorhaben.

Ich ſollte es Euch vielleicht nicht nennen, da es ſich auch um Eure Sicherheit dabei handelt.

Ich verſtehe Euch, antwortete der Pater;Ihr wollt an die beſtehende Regierung Ench wenden? Das kann auf keinen Fall geſtattet werden. Eher halten wir Euch mit Zwang zu Fairladies zuruͤck.

Ihr werdet doch wahrſcheinlich, fagte Fairford, zuerſt das Gef aͤhrliche eines ſolchen Verfahrens in ei⸗ nem freien Lan de erwaͤgen.

Ich bin furchtbarern Gefahren entgegen getreten,