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ſagte der Prieſter läͤchelnd,„doch ich bin Willens, ein milderes Auskunftsmittet zu ſuchen. Kommt, laßt uns die Sache zu einem Vergleich bringen.“
Er nahm hierauf ein ſo artiges Weſen an, daß es Fairford in dieſem Falle für gar zu nachgebend hielt;„ich nehme an, Ihr werder es zufrieden ſeyn, hier noch einen Tag oder zwei in Verwahrung zu bleiben, vorausgeſetzt, daß ich Euch mein feierliches Wort gebe, Ihr ſollt den Mann, den Ihr ſuchet, treffen,— ihn in volliger Si⸗ cherheit treffen, und hoffentlich auch ganz geſund, und nachher beide frei nach Schottland zuruͤckkehren, oder nach Eurem Gefallen uͤber Euch felbſt beſtimmen.“
„Ich achte das Wort des Prieſters, ſo weit man es vernünftiger Weiſe von einem Proteſtanten erwarten kann,“ erwiederte Fairford;„aber mir ſcheint, Ihr könnt kaum von mir erwarten, daß ich auf das Wort eines mir unbekannten Menſchen ſo diel Vertrauen ſetzen ſoll, als in der Bürgſchaft liegt, die Ihr mir anbietet.“
„Ich bin nicht gewohnt, Sir,“ ſagte der Pater in einem ſehr ſtolzen Tone,„meine Worte bezweifelt zu ſe⸗ hen.“ Doch nach augenblicklichem Bedenken verflog die Röthe des Zorns von feinen Wangen⸗ und er fetzte hin⸗ zu:„Ihr kennt mich nicht, und muͤßt darum entſchuldigt werden. Ich will mehr Vertrauen auf Eure Ehre ſetzen, als Ihr Willens ſcheint, zu der meinigen zu faſſen; und da wir einmal ſo geſtellt ſind, daß einer ſich auf das Wort des andern verlaſſen muß, ſo will ich Euch ſogleich in Freiheit ſetzen, und mit den Mitteln verſehen laſſen, Enern Brief zu uberliefern; oorausgeſetzt, daß Ihr jetzt, da Ihr den Inhalt kennt, es noch mit Eurer Sicherheit vertraͤglich haltet, den Auftrag auszurichten.“
Alan Fairford ſchwieg einen Angenbtick;„ich ſehe nicht,“ erwiederte er endlich,„wie ich in Bezug auf die Erreichung meines einzigen Vorhabens, naͤmlich der Be⸗ freiung meines Freundes verfahren ſoll, ohne mich an das Gefetz zu wenden und den Beiſtand eines Friedens⸗ richters zu verlangen. Wenn ich dieſen ſonderbaren Brief des Mr. Maxwell, mit deſſen Inhalt ich auf eine


