Teil eines Werkes 
18. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 4. Bändchen (1826)
Entstehung
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85 wir Euch ſo ſpät geſtört haben,“ ſagte Nanty;„aber der Fall iſt der——“

„Heilige Jungfrau!“ ſagte ſie,„warum ſprecht Ihr ſo laut? Wie? ſeyd Ihr nicht der Kapitain der heiligen Genovera?“

„Ja, ja, Madame,“ erwiederte Ewart,„ſo nen⸗ nen ſie wahrhafiig die Brigg zu Dünkirch n, aber laͤngs dem Ufer hier nennt man ſie die ſpringende Jenny.“

„Ihr brachtet den heiligen Vater Buonaventura heriber, nicht wahr?“

„Ja, ja, Madame, ich habe genug von dem ſchwarzen Pieh heruͤbergebracht,“ antwortete Nanty.

„Pfui, pfui, Freund,“ ſagte Miß Arthuret, „es iſt Schade daß die Heiligen ſolche gute Maͤn⸗ ner der Sorge eines Ketzers anvertrauen muͤſſen.“

„Das würden ſie auch nicht thun, Madame,

wenn ſie einen Schlingel von einem Papiſten finden Innten, der die Kuͤſte ſo gut kennt, als ich; für die Eigenthümer bin ich ſo feſt, wie Stahl, und ſehe immer nach der Ladung— mag es nun leben⸗ diges oder todtes Fleiſch ſeyn, oder geiſtige Getraͤnke, das iſt mir alles eins; und Eure Katholiken haben ſo verdammte weite Moͤnchskappen, daß ſie manch⸗ mal zwei Geſichter darunter verbergen koͤnnen. Hier der Herr aber iſt am Sterben, und hat Briefe bei ſich von dem Laird von Summertrees an den Laird der Secen am Solwah, wie ſie ihn nennen; und jede Minute, die er hier liegt, iſt ein Nagel zu ſei⸗ nem Sarge.“

„Heilige Maria! was ſollen wir thun?“ ſagte Miß Arthuret,„wir müſſen ihn aufnehmen auf jede Gefahr.— Ihr, Richard Gardener, helft einem von dieſen Leuten, den Herrn hinauf ins Haus zu ſchaf⸗ fen, und Ihr, Seibn, ſorst dafür, daß er am Ende der langen Gallerie ſein Zimmer bekoͤmmt.— Ihr ſeyd ein Kezer, Tapitain, aber ich denke, Ihr ſeyd red⸗ lich, und ich weiß, man hat Euch ſonſt ſchon getraut, wenn Ihr mich aber betrügt——“

„Nein, Madame, ich habe nie verſucht, Damen