312
glůcklichen Paares zur Kirche, die lautſchallende, den Zug begleitende Muſik, die Trauungsceremonie, ver⸗ richtet durch einen Biſchof, und endlich den Koͤnig zu denken, der dem Brautpaare in der Paulskirche entgegen trat und die Braut dem Bräutigam zuführte, zur großen Erleichterung ihres Vaters, der dadurch Muße gewann, während der Ceremonie den Quv⸗ tienten zu berechnen, den er zur Verfertigung des Ge⸗ triebes einer eben damals in Arbeit habenden Uhr anzuwenden hatte.
Nach Endigung der Feierlichkeit fuhr die Ge⸗ ſellſchaft in koͤniglichen Kutſchen nach Heriots Hauſe,
wo ein glaͤnzendes Mahl ihrer in den ehemaligen
Zimmern von St. Roch harrte. Kaum ſah ſich der Koͤnig in dieſer traulichen Zuruͤckgezogenheit, ſo legte er Degen und Gehenke mit ſolcher Haſt ab, als ob er ſich die Finger daran verbrannt hätte, und warf ſeinen Hut auf den Tiſch, als wollte er dadurch eine einſtweilige Entäußerung alles koͤniglichen Anſehns andeuten; dann leerte er raſch einen vollen Becher Wein auf das Wohl der Neuvermählten, und be⸗ gann hierauf im Zimmer umher zu gehen, etwas in den Bart zu brummen, zu lachen und Späßchen zu machen, die weder die witzigſten noch die zarteſten waren, von ihm ſelbſt aber durch lautes, frohliches Lachen applaudirt wurden, um die Geſellſchaft zu gleichem Ausdruck der Fröhlichkeit aufzumuntern. Mitten in dieſen Ausbruchen des königlichen Froh⸗ ſinns und waͤhrend Alles des Rufs zur Tafel gewär⸗ tig war, ward Heriot durch einen Bedienten, der ihm etwas ins Ohr fliſterte, aus dem Zimmer gerufen, als er wieder herein trat, ſagte er, dem König etwas
—
„
—


