306 gatethen Ramſay, der Tochter und Erbin David Ramſay's, unſeres Hofuhrmachers, im vritten Grade abſtammend von dem uralten Geſchlechte der Dal⸗ wolſey's, privatim mit unſerer koͤniglichen Gegen⸗ wart zu beehren. Wir bedauern, daß nicht auch die edlen Haͤupter jenes Hauſes bei der Ceremonie gegen⸗ waͤrtig ſeyn koͤnnen; wo aber auswaͤrts Ehre zu ge⸗ winnen iſt, ſindet man den Lord Dalwolſey ſelten daheim. Sic fuit, est, et erit.— Klingen⸗ der Goͤrge, da ihr das Hochzeitsfeſt auf eure Koſten ausrichtet, ſo erwarten wir eine gute Bewirthung.“ Heriot verbeugte ſich ehrerbietigſt. In der That hatte der Koͤnig, der in Kleinigkeiten ein großer Po⸗ litiker war, mit vieler Umſicht die Einrichtung ge⸗ troffen, den Prinzen und Buckingham mit einem beſondern Auftrage nach Newmarket zu ſchicken, um
ſich in ihrer Abweſenheit ſeiner Neigung zum Schwa⸗
tzen und zu der alten Gewohnheit des Einkehr⸗ rechtes ungeſtoͤrt hingeben zu können,— einer Ge⸗ wohnheit, wogegen Carl, ein Freund der Formalitaͤ⸗ len, entſchiedenen Widerwillen hegte, und wofuͤr der Guͤnſtling Vorliebe zu heucheln, kuͤrzlich nicht mehr der Muͤhe werth gehalten hatte. Nach Endigung des Levers erfaßte Sir Mungo Malagrowther den ehrenwerthen Buͤrger im Schloßhofe, und hielt ihn feſt, trotz Heriots Anſtrengungen, ſich von ihm los⸗ zumachen.—„Dies iſt für euch eine große Laſt, Mei⸗ ſter Georg,“ ſo begann der Quaͤlgeiſt;„der Koͤnig muß dies nicht gehörig bedacht haben;— das Hoch⸗ zeitmahl wird euch eine ſchoͤne Summe Geldes koſten.“
„Es wird mir den Hals nicht brechen, Sir Mungo,“ erwiederte Heriot;„der Koͤnig iſt berech⸗


