Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

Lady Blackcheſter beſuchte. Auch verlor er allmaͤhlig die Bedenklichkeiten und den Abſcheu gegen Orte, wo das Spiel erlaubt war; und begann ſich ſogar mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß es nicht unrecht ſeyn koͤnne, einem ſolchen Zeitvertreibe, wenn er mit Maße getrieben werde, zuzuſehen, auch aus gleichem Grunde und unter der naͤmlichen Voraus⸗ ſetzung gegen das Mitſpielen nichts zu erinnern ſeyn könne. Aber der junge Lord war ein Schotte, ge⸗ wohnt an fruͤhes Nachdenken und abgeneigt jeder Wagniß, welche Geldverſchwendung zur Folge haben konnte. Ueberhaupt war Verſchwendung kein Feh⸗ ler zu dem er von Natur Hang hatte, oder zu dem er durch ſeine Erziehungsweiſe hatte hingeleitet werden können; und wahrſcheinlich hatte der edle Abſcheu ſeines Vaters vor dem Gedanken, daß ſein Sohn einem Spieltiſche nahen könne, und das darauf ge⸗ gruͤndete Verbot mehr noch in der Beſorgniß ſeinen Grund gehabt, daß er ein gewinnvoller Spieler wer⸗ den, als daß er das Seinige im Spiel verlieren koͤnne. Das Letztere, ſo urtheilte er, ließ wenig⸗ ſtens ein Ende abſehen;— freilich ein trauriges,— den Verluſt der zeitlichen Guͤter; das Erſtere hinge⸗ gen drohte mit einem immer ſteigenden Uebel, wel⸗ ches Leib und Seele zugleich in Gefahr ſetzte. Worauf aber auch immer der alte Lord ſeine Be⸗ forgniſſe gegruͤndet haben mochte, ſo waren ſie doch