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„Ich habe manchen ehrlichen Mann gekannt⸗ der dies that, Cw. Lordſchaft halten zu Gnaden,“ ſiel Richard ein, welcher nur einer Gelegenheit ge⸗ harrt hatte, ſich ins Geſpraͤch zu miſchen und ſich wahrſcheinlich des Zuſtandes erinnerte, in welchem ſich noch ganz neuerlich ſeine Garderobe befunden hatte. 3
Lord Dalgarno ſtarrte ihn mit verwunderten Blicken an, und antwortete ſchnell:„du magſt man⸗
herlei gekannt haben, mein Freund, doch kennſt du
nicht die Art und Weiſe, wie du deines Herrn Man⸗ tel dergeſtalt tragen mußt, daß die golvbeſetzten Naͤ⸗ the und der Zobelrand auf die vortheilhaſteſte Weiſe ins Auge fallen. Sieh, wie Luͤtin den Degen haͤlt, ſo daß nur ein Theil vom nantel bedeckt wird, ohne vaß jedoch die in Silber gearbeiteten Verzierungen des Gefuͤßes verſieckt werden.— Gebt eurem Bedienten den Degen lieber Nigel, damit er in einer ſo wichti⸗ gen Kunſt practiſchen Unterricht nehmen kann.“
„Aber iſt es auch der Vorſicht gemäß,“ fragte Nigel, indem er ſein Schwert abſchnallte und es Richarden einhändigte,„ſo ganz unbewaffnet zu bleiben?“„Und wom nicht?“ verſetzte ſein Ge⸗ fährte;„ihr glaubt, noch in eurer guten ſchottiſchen
Hauptſtadt zu ſeyn, wo es ſo viele Privatfehden und
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