Teil eines Werkes 
1. Band (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

269

Eilftes Kapitel.

Als am naͤchſten Morgen Nigel, beendigend ſin Fruͤhſtuͤck, hin und her ſann, wie er den Tag 3 bringen ſolle, machte ein kleines Geraͤuſch auf der Treppe ſeine Aufmerkſamkeit rege, und augenblicklich trat mit hochrothen Wangen ſaſt außer Athem Dame Nelly herein, mit den Worten: ein junger Lord, Sir, wahrlich Niemand Geringeres, und da⸗ bei ſtrich ſie mit der Hand leicht uͤber die Lippen, wollte ſo unverſchaͤmt ſeyn, ein junger Lord wollte ich ſagen wuͤnſcht euch aufzuwarten.

Bei dieſen Worten folgte ihr in die kleine Quaſi⸗ Cajuͤte Lord Dalgarno mit aufgeràumtem, ungezwun⸗ genem Weſen und dem Anſchein nach eben ſo ſehr er⸗ freut, ſeinen neuen Bekannten wieder zu ſehen, alshaͤtte er ihn in den Zimmern eines Pollaſtes gefunden. Nigel hingegen,(denn junge Leute ſind gewoͤhnlich Sclaven ſolcher Nebenumſtaͤnde), war außer Faſ⸗ ſung gebracht und gekränkt durch den Gedanken, von einem ſo feinen, ſtattlichen Herrn in einem Zimmer uͤberraſcht zu ſeyn, welches beim Eintritt des elegan⸗ ten Ritters ſeinem Bewohner noch ſchlechter, niedri⸗ ger, enger und dunkler vorkam, als es ihm bis da⸗ hin geſchienen hatte. Er wollte deshalb einige Ent⸗ ſchuldigung machen, allein Lord W die Materie kurz ab.