245
——
dem Prinzen und deſſen Guͤnſtlinge, venn beigelegten Fehlern freigeſprochen.
Genau beobachtete Nigel, waͤhrend ihn der alte Graf ſeinem Sohne mit dem Wunſche, daß er ihn lieben und ehren moͤge, bekannt machte, Lord Dal⸗ garnos Mienen, um zu ſehen, ob er irgend etwas von jener geheimen Abneigung gegen ihn entdecken könne, worauf der Konig in ſeinen abgeriſſenen Aeu⸗ ßerungen hingedeutet hatte, und die der Monarch Buk⸗ kinghams und Nigels widerſtreitendem Intereſſe bei⸗ zumeſſen ſchien. Allein keine Spur dieſer Abneigung war bemerkbarz im Gegentheil empfing Lord Dalgarno ſeinen neuen Bekannten mit jener freimuͤthigen Höf⸗ lichkeit, die jeden hochherzigen jungen Mann im er⸗ ſien Augenblick einnimmt.
Es bedarf kaum einer Erwaͤhnung, daß dies auch bei Nigeln der Fall war. Dieſer war viele Mo⸗ nate, und zwar im Alter von etwa zwei und zwan⸗ zig Jahren, durch eingetretene Umſtaͤnde vom Um⸗ gange mit ſeinen Ebenaltern abgehalten worden Als er bei ſeines Vaters plötzlichem Abſterben aus den Nieherlanden nach Schottland zurückkehrte, fand er⸗ ſich in onſcheinend unentw irrbare gerichtliche Weit⸗ läuftigkeiten verwickelt, die in der Veräußerung des Erbtheils, wodurch er den ihm angeſtammten Rang behaupten ſollte, zu enden drohten. Aufrichtige Trauer um den Tod ſeines Vaters, verbunden mit


