Teil eines Werkes 
1. Band (1822)
Entstehung
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dauen koͤnnen, Zeugen unſerer Duͤrſtigkeit herbeizu⸗ ₰.

rufen. Zwar iſt mein Herr nur augenblicklich in der Klemme;“ fugte er mit einem Seitenblicke auf die beiden engliſchen Lehrburſche hinzu,„da er in der

königlichen Schatzkammer eine beträchtliche Summe

ſtehen hat;— der König iſt ihm viel Geld ſchul⸗ dig,“ raunte er Meiſter Georgen ins Ohr;„aber dergleichen Schulden ſind uͤbel einzucaſſiren. Mein Herr iſt der junge Lord Glenvarloch.“

Sehr befremdet bei der Nennung dieſes Namens fragte Meiſter Georg:„ihr gehoͤrt zu des jungen Lord Glenwarlochs Dienerſchaft und ſeyd in ſo aͤrmlichem Zuſtande?“

„So wahr ich lebe; und noch dazu beſteht ſeine ganze Dienerſchaft aus mir allein; recht herzlich wollt' ich mich freuen, waͤr' er viel beſſer dran als ich, wenn ich auch bliebe was ich bin.“

„Einſt kannt' ich ſeinen Vater⸗ als er ein Ge⸗ folge von vier Edelleuten und zehn Lakeien hatte, die in goldbeblechten und ſammetnen Kleidern einhergin⸗ gen;“ fiel Meiſter Georg ein.„Wie ſind doch die Schickſale dieſer Welt ſo wandelbar! Wohl uns, daß es jenſeit des Grabes eine beſſere giebt! Fuͤnf⸗ hundert Jahre lang diente das gute alte Geſchlecht der Glenvarlochs dem Koͤnige und dem Vaterlande!“

„Sagt nur: tauſend Jahre, geehrter Herr;“ bemerkte Richard.