ein bitziges Fieber hatte. Such mir eine Brille aus, genau wie Se. Majeſtät ſie traͤgt.“.
„Hier haben Ew. Hochwuͤrden,“ erwiederte t kin, indem er dem wohlbeleibten Geiſtlichen eine vorzeigte, die er mit großer Ehrerbietung beruͤhrte,— „eine Brille, die Se. geheiligte Majeſtät drei Tage
lang auf Ihrer geheiligten Naſe getragen hat und 3
noch jetzt dieſem heiligen Gebrauche widmen wuͤrde, wenn nicht die Einfaſſung, wie Ew. Hochwürden ſehen, von dem reinſten Gagat, und wie Se. ge⸗ heiligte Majeſtät zu ſagen beliebte, paſſender fuͤr ei⸗ nen Biſchof, als fur einen weltlichen Fuͤrſten waͤre.“—
„Se. geheiligte Majeſtät, der Koͤnig,“ ſagte
der wuͤrdige Geiſtliche,„war immer ein wahrer Da⸗
niel in ſeinen Urtheilen; gieb mir die Brille, mein guter Burſche; wer weiß, ob ſie nicht in zwei Jah⸗ ren die Naſe eines Geiſtlichen von hoͤherem Range
deckt? denn, unſer Hochwuͤrdiger Bruder, der Bi⸗
ſchof von Glouceſter iſt ſchon hochbejahrt.“ Hierauf
zog der Pfarrer die Boͤrſe, bezahlte die Brille und
verließ den Laden mit noch ſtolzeren Schritten, als diejenigen waren, welche ihn hereingefuͤhrt hatten.
„Schaͤme dich,“ ſagte Tunſtall,„dieſe Brille
wird nie fuͤr die Augen eines Mannes von ſeinen
Jahren paſſen.“
„Du biſt ein Thor, Frank,“ erwiederi⸗ Vin⸗
eent;„haͤtte der gute Pfarrer wirklich eine Brille


