119 tete ihm mit dieſen wohlbekannten Worten: Drink hael!
In demſelben Augenblick brachte ein Page eine ſil⸗ berne Schaale voll Wein. Der Kaiſer netzte nur ſeine Lippe, und ließ ſie, obwohl er kaum den darin befindlichen Trank gekoſtet hatte, dem Hereward reichen, mit dem Befehl zu trinken. Der Sachſe ließ ſich das nicht zwei Mal ſagen und leerte die Schaale ohne Zaudern. Der ganzen Verſammlung entſchlüpfte, ohne jedoch die durch die Anweſenheit des Kaiſers ge⸗ botene Schicklichkeit zu verletzen, ein leichtes Lächeln beim Anblick einer That, welche zwar nichts Auſſer⸗ ordentliches bei einem Hyperboreer war, aber doch den an Nüchternheit und Mäßigkeit gewöhnten Grie⸗ chen wunderbar vorkam. Alexius ſelbſt lachte lauter, als es ſich ſeine Höflinge zu erlauben wagten, und ſagte, indem er die wenigen ihm bekannten Wäring⸗ ſchen Worte zu Hülfe rief, und dieſe mit einigen Griechiſchen Worten verknuͤpfte, zu ſeiner Leibwache: Nun! mein tapferer Britannier Eduard, wie man dich nennet, kennſt du den Geſchmack dieſes Weines?
Ja, antwortete der Wäringer ohne eine Miene zu verziehen; ich habe ihn ſchon ein Mal bei Laodi⸗ cäa genoſſen. 1
Jetzt fühlte Achilles Tatius, daß ſein Soldat einen ſchlüpfrigen Boden betraͤte, und beſtrebte ſich vergeb⸗ lich deſſen Aufmerkſamkeit auf ſich zu lenken, indem er ihm Zeichen gab ſtill zu ſchweigen, oder wenigſtens


