Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

107

Während er dieſe Betrachtungen machte, und nicht eben daran dachte, ſeine Schritte nach dem Hofge⸗ brauche zu mäßigen, kam der Saͤchſiſche Koloß nach dem oberen Ende des mit ſchwarzem Marmor gepflaſterten Saales; der Schmuck dieſes Theils des Zimmers war ein kleiner Altar, ähnlich denjenigen in den Tempeln der heidniſchen Gottheiten, und er reichte über die Mitte der daſelbſt befindlichen gewölbten Pforte hin⸗ aus. Auf dieſem Altare brannte eine Art Weihrauch, deſſen Dampf in Bogen bis zur Decke aufſtieg, und ein durchſichtiges Gewölke bildete, das ſich im ganzen Saa⸗ te ausdehnte, und deſſen Säulen ein geheimnißvolles Gebilde umhüllten, von welchem der Wäringer nichts begriff: es beſtand in zwei Menſchenhäͤnden und Aer⸗ men, welche aus der Maner herauszukommen ſchienen; dieſe Haͤnde waren geöffnet und ausgeſtreckt, als woll⸗ ten ſie denjenigen, die dem Altar naheten, eine Gunſt ſpenden. Dieſe Aerme waren von Bronce, und da ſie hinter dem Altar angebracht waren, ſo ſah man ſie durch den aufſteigenden Rauch in der Beleuchtung zweier Lampen, welche den ganzen⸗ untern Theil der Thüre erhellten. Ich wollte wohl die Bedeutung dieſes Sinnbildes erklären, dachte der ſchlichte Bar⸗ bar, wenn dieſe Faͤuſte geballt, und dieſer Saal dem Fauſt⸗Kampfe geweiht wäre, was bei uns Boxen heißt; aber da dieſe armen Griechen ſelbſt nie ihre Hände gebranchen, ohne die Finger zuzumachen, ſo kann