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Heuchelei verdeckte. Man erzaͤhlt ſogar, daß ſeine Gemahlin Jrene, welche natuͤrlich den Charakter des Kaiſers am beſten kennen mußte, ihrem Gemahle auf ſeinem Sterbebette vorgeworfen, daß er noch in ſeinen letzten Augenblicken zu jener Verſtellung ſeine Zuſlucht nehme, die ihm ſein ganzes Leben hindurch eigen geweſen. Er bekuͤmmerte ſich auch ſehr eifrig um alle Angelegenheiten der Kirche, beſonders wenn er glaubte, daß Ketzerei, die der Kaiſer wirklich oder nur ſcheinbar ſehr verabſcheute, mit ihren gefaͤhrli⸗ chen Schlingen ſich einſchleichen wollte. In ſeinem Verfahren gegen die Manichaͤer oder Paulianer iſt nichts von dem Erbarmen mit den Irrthuͤmern des Verſtandes zu bemerken, welches die neueren Zeiten jenen ungluͤcklichen Sektirern wegen ihrer ausgedehn⸗ ten weltlichen Verdienſte als verdienten Lohn ge⸗ ſchenkt haben wuͤrden. Alexius zeigte keine Schonung gegen diejenigen, welche den Geheimniſſen oder Leh⸗ ren der Kirche eine falſche Auslegung gaben, und ſeiner Meinung nach war es eine eben ſo ſtrenge Pflicht fuͤr ihn, die Religion gegen die Ketzer zu be⸗ ſchuͤtzen, als ſein Reich gegen die zahlloſen Barbaren⸗ ſtaͤmme, die ſeine Graͤnzen von allen Seiten beunru⸗ higten, zu vertheidigen.
Eine wunderbare Miſchung von Verſtand und Geiſtesſchwaͤche, von Niedrigkeit und Wuͤrde, von kluger Vorſicht und Mangel an Kraft(welcher nach der gegenwärtigen Anſicht an Feigheit graͤnzte), bil⸗


