Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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Gemahl, auf den ihre Augen mit einer Innigkeit des Blickes geheftet waren, wie bei dem letzten An⸗ blick, den ein weibliches Weſen dem Gegenſtand ihrer zaͤrtlichſten Liebe widmet. Sie war es, welche ihren Julian zuerſt gewahr ward.Barmherziger Him⸗ mel! mein Sohn! rief ſie aus mun iſt das Elend unſers Hauſes vollkommen!

Mein Sohn! hallte Ritter Gottfrieds Stim⸗ me wieder, der aus dem duͤſtern Zuſtande der Nie⸗ dergeſchlagenheit emporfuhr, und, einen hohen Eid ſchwoͤrend, ſprach:du biſt zur rechten Zeit gekom⸗ men, Julian. Thu' mir nur einen guten Hieb ſpalte den verraͤtheriſchen Dieb vom Scheitel bis zum Bruſtbein; iſt das gethan, dann kuͤmmert mich nicht, was zunaͤchſt kommen mag.

Der Anblick der Lage des Vaters ließ Julian die Ungleichheit des Kampfs vergeſſen, den er aufzufor⸗ dern im Begriff war.

Schurken! ſagte er,macht ihn los! und auf die Wachen mit ſeinem gezogenen Schwerte ſtuͤr⸗ zend, zwang er ſie, den Ritter loszulaſſen, und auf ihre eigne Vertheidigung zu denken.

Der Ritter Gottfried, ſo weit befreit, rief ſeiner Gattin zu:Loͤſe den Gurt, Frau, und wir werden noch drei gute Hiebe austheilen koͤnnen die muͤſſen gut fechten, die Vater und Sohn zugleich ſchlagen.