Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

271

die Thuͤre offnen. Ich brauche ein friſches Pferd, und moͤchte wiſſen, wie es auf dem Schloſſe ſteht.“ „Auf dem Schloſſe— ach guͤtiger Himmel!— Kammerdiener— Matthaͤus Kammerdiener— hoͤre einmal!“ Der Kammerdiener Matthaͤus war offenbar nicht weit entfernt; denn er antwortete ſogleich auf ihren Ruf; und Peveril konnte, da er dicht an der Thuͤre ſtand, ſie mit einander heimlich ſprechen hoͤ⸗ ren, und groͤßtentheils verſtehen, was ſie ſagten. Und es mag bemerkt werden, daß Frau Raine, ge⸗ wohnt, ſich der Herrſchaft des alten Roger zu un⸗ terwerfen,(der eben ſo gut das haͤusliche Vorrecht des Ehemannes ausuͤbte, wie ein Monarch im Staate,) damals, da er eine muntere Witme hinter⸗ ließ, in ſo weit durch die Ausuͤbung ihrer neu er⸗ langten Unabhaͤngigkeit in Verlegenheit gerieth, daß ſie bei allen Gelegenheiten zu dem Rath des Kam⸗ merdieners Matthaͤus ihre Zuflucht nahm; und da Matthaͤus nicht mehr in uͤbergetretenen Schuhen und in einer rothen Nachtmuͤtze zu gehen anfing, ſondern Spaniſche Schuhe und einen hochkoͤpfigen Kaſtorhut(wenigſtens des Sonntags) trug, und uͤberdieß von ſeinen Dienſtgenoſſen Herr Matthaͤus genannt wurde, ſo ſchloſſen die Nachbarn im Dorfe auf eine ſchnelle Veraͤnderung des Namens auf der M 4