„Ich habe die Herzogin von Portsmouth geſehen. — Sie ſtutzen. Es iſt wahr, beim Himmel! Ich habe ſie geſehen, und aus geſchwornen Feinden ſind wir geſchworne Freunde geworden. Der Tractat zwiſchen ſo hohen und gewaltigen Maͤchten hat einige wichtige Artikel; außerdem hatt' ich mit einem Franzoͤſchen Unterhaͤndler zu thun; und ſo werden 1 Sie zugeben, eine Abweſenheit von wenigen Stun⸗ den war nur ein nothwendiger Zeitraum, unſere diplomatiſchen Geſchaͤfte in Richtigkeit zu bringen.“
„Ihre Durchlaucht ſetzen mich in Erſtaunen,“ ſagte Jerningham.„Chriſtians Plan, die große Dame zu verdraͤngen, iſt alſo gaͤnzlich aufgegeben? Ich glaubte, Sie haͤtten die ſchoͤne Nachfolgerin nur deßhalb hier zu haben gewuͤnſcht, um dieſen Plan unter Ihrer eignen Leitung zu betreiben.“
„Ich vergeſſe, was ich damals wollte,“ ſagte der Herzog;„außer daß ich entſchloſſen war, ſie ſollte mich nicht ſo aͤffen, wie den gutmuͤthigen Mann des Koͤnigthums: und ſo bin ich immer noch entſchloſſen, ſoitdem Sie mir die ſchoͤne Dulcibella in den Sinn brachten. Aber ich bekam eine reuige Zuſchrift von der Herzogin, waͤhrend wir bei dem Mailſpiel waren. Ich ging, ſie zu beſuchen, und fand eine vollkommene 1 Niobe.— Bei meinem Leben, trotz den rothen Au: gen und aufgetriebenen Geſichtszuͤgen, und zerſtreu⸗


