„Das hat keine Noth,“ ſagte Jerningham. „Wie ich hoͤre, haben einige von den Zeugen ſchon ihr Netz uͤber ihn geworfen wegen einiger Dinge unten im Norden, und er wird deßhalb und wegen einiger Briefe der Graͤfin von Derby, wie das Ge⸗ ruͤcht geht, in den Tower verſetzt werden.“
„Laßtzihn in den Tower gehen, und wieder her⸗ „und wann Sie hoͤren, daß er dort ſitzt, ſo mag der Fechter ſo bald wieder hergeſtellt werden, als es der Wundarzt und er gegenſeiiig bewerkſtelligen koͤnnen.“
Nachdem der Herzog dieß geſprochen hatte, machte er zwei oder drei Gaͤnge auf und ab im Zim⸗ mer, und ſchien in tiefen Gedanken zu ſein. Sein aufwartender Diener erwartete den Ausgang ſeiner Ueberlegungen in Geduld, wohl wiſſend, daß ſolche Stimmungen, in denen ſein Geiſt ſtark auf einen Punkt geheftet war, bei ſeinem Goͤnner nie ſo lange dauerten, um ſeiner Geduld eine ſchwere Buͤrde auf⸗ zulegen..—
Der Herzog brach auch nach ſieben oder acht Minuten ſein Stillſchweigen, indem er von der Toi⸗ lette einen großen ſeidenen Beutel nahm, der voll Gold zu ſein ſchien.„Jerningham,“ ſagte er,„du biſt ein treuer Diener, und es waͤre Suͤnde, dich nicht werth zu halten. Ich beſiegte den Koͤnig im


