wo mein Vater gefangen ſitzt, daß ich auf die Mauer hinſehen kann, die uns trennt.“
„Junger Herr,“ ſagte der alte Aufſeher, ſeinen grauen Kopf ſchuͤttelnd,„Es thut mir Leid um Sie; aber Fragen werden Ihnen nichts helfen. An dieſem Orte wiſſen wir nichts von Vaͤtern und Soͤhnen.“
Indeß ſchien der Zufall, wenige Minuten nach⸗ her, dem jungen Peveril, die Befriedigung zu ge⸗
waͤhren, welche ihm die Strenge ſeiner Aufſeher
zu verſagen geneigt war. Als er auf den ſteilen Weg gebracht wurde, der unter den ſogenannten Wakefield⸗Tower fuͤhrt, rief eine weibliche Stimme in einem von Kummer und Freude unbeſchreiblich gemiſchten Tone aus,„Mein Sohn! mein theurer Sohn!“.
Selbſt die Wachen Julians ſchienen von einem Tone ſo tiefen Gefuͤhls erweicht. Sie verzoͤgerten ihre Schritte. Sie hielten faſt, um ihn nach dem Fenſterfluͤgel ſehen zu laſſen, aus welchem die Toͤne der muͤtterlichen Beaͤngſtigung herkamen; aber die Oeffnung war ſo enge, und ſo dicht vergittert, daß nichts ſichtbar war, als eine weiße weibliche Hand, welche eine der roſtigen Stangen, wie zur Stuͤtze der inwendig ſich befindenden Perſon, ergriffen hatte, waͤhrend eine andre Hand ein weißes Schnupftuch


