— 114 worauf der Hr. Richter mit großer Emphaſe den Doaſt ausbrachte:„Der Koͤnig.“ Dabey richtete er einen bedeutenden Blick auf Fairford, der zu ſagen ſchien: Ihr koͤnnt nicht zweifeln, wen ſch meyne, und barum iſt es nicht noͤthig, die Perſon naͤher zu be⸗ zeichnen.
Sommertrees wiederholte den Toaſt mit einem ſchlauen Winke gegen die Hausfrau, waͤhrend Fair⸗ ford ſchweigend ſein Glas austrank.
Schoͤn, mein junger Advokat, ſagte der Land⸗
edelmann, mit Freuden ſehe ich, daß bei der Fakul⸗ tät doch noch Schaam ubrig geblieben iſt, wenn gleich wenig Ehre. Einige von Euch Schwarzroͤcken wollen heut zu Tage weder von dem einen, noch dem andern hoͤren.“ 1„Ich wenigſtens Sir, habe ſo viel von einem htsgelehrten, daß ich mich nicht gerne in einen Streit einlaſſe, den ich zu fuͤhren keinen Auftrag ha⸗ be— das hieße Zeit und Muͤhe verſchwenden. Geht, „ſagte die Lady, wir wollen hier nicht uͤber die gs und Toris ſtreiten— mein Mann weiß, mas er ſagen ſoll, und ich weiß, was er denken ſoll⸗ te, und aus dem zu ſchließen, was gekommen und vergangen iſt, ſo moͤchte wohl eine Zeit erſcheinen, zod rechtſchaſfene Maͤnner ſagen, was ſie denken, ſie möogen Richter ſeyn oder nicht.“
„Hoͤrt Iln's, Herr Richter, ſagte Summertrees; Euer Weib iſt eine Zauberin, Ihr ſolltet ein Hufei⸗ ſen an ihre Kammerthuͤr nageln. Ha, ha, ha——
Dieſer Spaß wurde nicht ſo gut aufgenommen, als die fruͤheren Verſuche des Lairds. Bei der Lady begann ein Donnerwetter aufzuziehen, und der Herr Richter ſagte halb bei Seite, ein ernſter Scherz iſt kein Scherz mehr; Ihr werdet das Hufeiſen gluͤhend heiß finden, Summertrees.“
„Ihr koͤnnt ohne Zweifel aus Erfahrung ſprechen, Mr. Crosbie“ antwortete der Laird;„doch ich bitte um Vergebung; Mr. Crosbie, ich habe nicht noͤthig
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