Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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Es fehlt indeſſen doch nicht an Leuten, ſagte

airford, man ſpricht ſchon von einem neuen Geſell⸗ 7

ſchaftsſaal.

Ein neuer Geſellſchaftsſaal! ſagte der alte jako⸗ bitiſche Laird uhl ich haͤtte wollen 300 Men⸗ ſchen in Eurem Geſellſchaftsſaal unterbringen, aber kommt, kommt ich will nicht weiter fragen, die Antworten ſchmecken alle nach neuen Lords, nach neuen Guͤtern, ſie verderben mir nur den Appetit, und das waͤre doch Schade, denn hier kommt Miſtriß Crosbie, um uns anzukuͤndigen, daß unſere Ham⸗

melskeule gar iſt.

Es war ſo; Miſtriß Crosbie war nicht zugegen ge⸗

weſen, wie Evaobliegend wirklichen Sorgen; eine Pflicht, wovon ſie ſich nicht fuͤr losgezaͤhlt achtete, we⸗ der durch den hohen Rang ihres Ehemanns unter dee obrigkeitlichen Perſonen der Stadt, noch durch den Glanz ihres ſeidenen Kleids aus Bruͤſſel, oder durch den hoher geachteten Glanz ihrer Geburt, deun ſie war eine geborne Marwell, und wie ihr Ehemann oft ſeinen Freunden kund that, mit mehreren der er⸗ ſten Familien in der Grafſchaft verwandt. Sie war ſchoͤn geweſen, und ſah noch jetzt fuͤr ihre Jahre recht gut aus, und obgleich ihre Anweſenheit in der Kuͤche ihren Teint in etwas erhoͤht hattez, ſo war es doch nicht mehr, als ein beſcheidenes Auflegen von Roth auch gethan haben wuͤrde. Fuͤr den Herrn Richter war ſeine Dame gewiß ein Gegenſtand des Stolzes, la Einige ſagen, ſogar des Schreckens, denn von den weiblichen Mitgliedern der Familie Redgauntlet gieng ein Geruͤcht, daß ſie, ſie mochten heurathen, wo ſie wollten, ihrem Eheherrn eben ſo gewiß eine graue Stute in den Stall braͤchten*) als ſich auf Wonver⸗ maun's Gemaͤlden ein weiſſes Pferd befindet. Die gute Dame brachte auch, wie man glaubt, eine poli⸗ tiſche Wuͤrz in Maſter Crosbie's Haushaltung, und des

*) Eine ſprichwörtliche Anſpielung auf die Pantoffelherrſchaff.