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ſich keinen Grund denken, warum man ſeinem Freund nach dem Leben trachten ſollte; er wußte, Darſie hatte nichts gethan, wodurch ſeine Freiheit geſetzlich gefaͤhrdet werden koͤnnte, und wenn ans in den letz⸗ ten Jahren ſonderbare Geſchichten von Maͤnnern und Weibern in Umlauf gekommen waren, welche au eine liſtige Weiſe verlockt, und in Einoͤden und en
fernte Inſeln verborgen worden waren, um auf eine Beitlau einem gewiſſen Zwecke zu dienen, ſo waren och ſolche Gewaltthaͤtigkeiten meiſtens von Reichern gegen Arme, von Starken gegen Schwache ausgeuͤbt worden, da aber im gegenwaͤrtigen Falle dieſer Mr. Herries oder Redgauntlet aus mehr als einem Grunde die Strenge der Geſetze fuͤrchten mußte, ſo war er nothwendig in jedem Streite, worin er verwickelt werden konnte, der ſchwaͤchere Theil. Freilich fluͤſterte ihm die Beſorgniß um ſeinen Freund zu, daß die nem⸗ liche Urſache, welche die Furchtbarkeit dieſes Mannes verminderte, ihn zugleich verzweifelter machen muͤſſe. Wenn er aber an ſeine Aeußerungen ſich erinnerte, die ſo ſehr den Edelmann, und ſelbſt den Mann von Ehre verriethen, ſo ſchloß Fairford daraus, daß Redgannt⸗ let zwar in adelichem Uebermuthe eine Gewaltthat wa⸗ gen koͤnne, die der Adel zu andern Zeiten ausgeuͤbt batte, daß er aber keiner uͤberlegten Grauſamkeit faͤ⸗ hig ſey In dieſer Ueberzeugung gieng er denn in einer weit ruhigern Stimmung, als man haͤtte er⸗ warten können, zu dem Herrn Richter Crosbie, um da⸗ ſelbſt zu ſpeißen.
Achtes Kapitel.
Erzählung von Alan Fairfort. Fortſetzung.
Fuͤnf Minuten nach dem Schlage Zwey erreichte Alan Fairford, der einen kleinen Umweg gemacht hat⸗


