Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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90 nun zurück ziehen, aber vorher ſpielte und ſummte er noch als eine Art von Lebewohl: Dich verlaſſen, Dich verlaſſen, Knuab, Nie will ſch verlaſſen Dich! Eher wird verlöſchen der Sternelicht, Eh' ich werde verlaſſen Dich! 5 8 So glaube ich doch in meinem Ungluͤck eines treuen Menſchen gewiß zu ſeyn, und ſo wunderlich es ſeyn mag, ſich viel auf einen Menſchen von einem ſo niedrigen Gewerbe zu verlaſſen, der noch üͤber dies des Geſichts beraubt iſt, ſo ſtehl es doch lebhaft vor meiner Seele, das ſeine Dienſte mir nuͤtzlich und nothwendig ſeyn koͤnnen. Auch noch nach einer andern Seite hin blicke ich um Huͤlfe, und ich habe ſie dir, Alan, an mehr als einer Stelle meines Tagebuchs angedentet. Zweimal bei Tagesanbruch habe ich ſchon die Perſon, auf die ich hindentete, in dem Hofe der Pacht wohnung geſehen, und zweimal gab ſie mir durch eichen zu verſtehen, daß ſie die Geberden zu deuten wiſſe, wodurch ich ihr meine Lage begreiflich zu machen bemuͤht war, aber beidemale legte ſie die Finger auf die Lippen zum Zeichen des Schweigens und des Ge⸗ heimniſſes.

Die Art, wie der G. M. das erſtemal auf den Schauplatz trat, ſcheint mir ihren guten Willen, ſo⸗ weit als ihre Macht reicht, zu verbürgen, und ich habe viele Gruͤnde, zu glauben, daß dieſe nicht Unbe⸗ deutend iſt. Doch ſchien ſie eilig und erſchreckt bei den fluͤchtigen Augenblicken unſerer Unterhaltung, und das Letztemal wurde ſie, wie ich glaube, durch den Eintritt von Jemand in den Hof aufgeſchreckt, gerade als ſie im Begriff war, mich anzureden.

Du mußt nicht fragen, ob ich fruͤhe aufſtehe, da ſo liebliche Erſcheinungen nur bey Tagesanbruch zu ſehen ſind; und ohbgleich ich ſie ſeit dem nicht mehr ſah, ſo habe ich doch Grund, ſie fuͤr nicht weis entfernt zu halten. Vor dre Tagen hatte ich, ermuͤ⸗ det durch die Einfoͤrmigkeit meiner Gefangenſchaft,