Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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91 mehr Zeichen von Muthloſigkeit, als ſonſt, gegeben; dieß mag die Aufmerkſamkeit der Dienſtleute rege ge⸗ macht haben, durch die dann die Sache bekannt wurde. Am naͤchſten Morgen lagen folgende Zeilen auf mei⸗ nem Tiſche, wie ſie aber hierher kamen, kann ich nicht ſagen. Die Handſchrift war ſchoͤn, und nach italieniſcher Manier gebildet:

Wie Herren ihren Lohn Arbeitern oft verſchieben,

Lohnt auch durch Hoffnung nur das Schickſal unſere Müch'; Und wenn auch lange Zeit ſie unbezahlt geblieben,

Veraltet doch das Schundbekenntniß nie.

Mag auch auf ferne Zoit das Datum weiſen,

Laß darum doch das Pfand, armer Dulder nie! Verzweiſtung kann Verrath an Menſchen heißen,

Und an dem Himmel iſt ſie Blasphemie,

Daß dieſe Zeilen in der freundlichen, der mehr als freundlichen Abſicht geſchrieben ſind, um meinen Muth aufzurichten, kann ich nicht bezweifeln, und ich hefe, die Art meines Berechnens ſoll zeigen, daß das

fand angenommen wurde.

Das Kleid iſt angekommen, in welchem ich nach meines ſelbſterwaͤhlten Vormunds Willen, wie es ſcheint, die Reiſe machen ſoll; und worin beſteht es? In einem Oberrock von Kamelot wie Landfrauen von mittlerem Range ſie zu Pferde tragen, nebſt einer Reitmaske, wie ſie ſich ihrer haͤufig bedienen, um Auge und Teint gegen Sonne und Slaub zu ſchuͤtzen,

bisweilen auch, wie man vermuthet, um ein wenig

Koketterie damit zu treiben. Von dem Gebrauch der Maske werde ich hoffentlich ausgeſchloſſen bleiben; denn ſtatt daß ſie ſonſt von geyreßtem Papier und mit ſchwarzem Sammt uͤberzogen iſt, bemerkte ich mit Schrecken, daß die meinige mit einer Stahlplatte bedeckt iſt, wodurch ſie deun wie Don Qnirote's Vi⸗

ſier, weit feſter und dauerhafter wird.

Dieſer Apparat, wozu noch ein Stahlhacken kam, m die Maske hinten mit einem Vorlegeſchloß zu ſchern, erweckte in mir furchtbare Erinnerungen an

jenes ungluͤckliche Weſen, dem nie geſtattet wurde,