Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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87 zu bezeichnen, ſang ich zwei oder drei Linien von dem 13 7ſten Pſalm: 4 Bei Babels Strömen ſaßen wir und weinten.

Die Landleute hoͤrten aufmerkſam zu, und als ich endete, hoͤrte ich ſie im Tone des Mitleids einander zufluͤſtern: Ach, der arme Menſch, daß ſo ein arti⸗ ger Mann ſeinen Verſtand verloren hat!

Wenn das ſſt, ſagte der wandernde Willin mit einem Ton, der berechnet war, mein Ohr zu errei⸗ chen:ſo weiß ich nichts, das ſein Gemuͤth mehr er⸗ heitern kann, als gerade eine Melodie. Und er ſpielte mit Kraft und Geiſt die ſchoͤne ſchottiſche Me⸗ lodie, deren Text mir ſogleich einfiel:

Pfeif, und ich komme zu Dir, mein Knab,

Pfeif, und ich komme zu Dir, mein Knab,

Sollte Vnter und Mutter und ich wahnſinnig ſeyn,

Pfeif, und ich komme zu Dir, mein Knab.

Bald vernahm ich ein Klappern von Fußtritten im Hoſe, worzus ich ſchloß, daß Jan und Dorcas in ihren cumberlandiſchen Holzſchuhen einen Tanz machen wollten. Geſchuͤtzt durch dieſes Geraͤuſch verſuchte ich auf Willin's Zeichen zu antworten, indem ich ſo laut als moͤglich die Melodie pfiff: 3

O. komm' zurück, un nette mich, Weun atlles von mir weichet.

Er brachte ſogleich die Taͤnzer aus dem Takt, indem er in die Melodie uͤber ging:

Hier iſt meine Hand, ich täuſch' Dich nicht.

Ich zweifelte nicht laͤnger, daß eine Mittheilung gluͤcklich unter uns angeknuͤpft ſey, und daß der arme Muſiker, falls ſich eine Gelegenheit faͤnde, mit ihm zu ſprechen, ſich willig zeigen wuͤrde, meinen Brief auf die Yoſt zu brinzen, um den Beiſtand einiger thaͤtigen Friedensrichter oder des commandirend en Officiers in Carlisle Caſtle anzurufen, oder uͤber⸗ haupt alles zu thun und zu meiner Befreiung anzu, wenden, was in ſeinem Vermogen ſtand. Allein⸗