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den erklaͤrt hat. Die Geſchichte von Nichard Löwen⸗ herz und ſeinem Minſtrel Blondel gieng mir im An⸗ genblick durch den Kopf, obgleich ich ein Laͤcheln nicht unterdruͤcken konnte, wenn ich jenes wuͤrdige Beiſpiel auf einen blinden Geiger und mich ſelbſt anwandte. Immer aber lag in dieſem Allen etwas, das die Hoff⸗ nung bei mir erweckte, dieſer arme Geiger wuͤrde, wenn ich mich ihm mittheilen koͤnnte, mir nutzlich ſeyn, mich aus meiner jetzigen Lage herauszuwinden.
„Sein Gewerbe gab mir Hoffnung, die gewuͤnſchte Mittheilung zu Stande zu bringen, denn es iſt woyl bekannt, daß in Schottland, wo ſo viel National⸗ muſik iſt, die Worte und Melodien allgemein hekannt
ſind, und eine Art Freimaurerei unter den Spielen⸗
den bilden, wobei ſie blos durch die Wahl des Tons den Zuhoͤrern ihre Gedanken ausdruͤcken. So macht man oft perſönliche Anſpielungen mit viel Wiz und Laune, und nichts iſt bei oͤffentlichen Feſten gewoͤhnle⸗ cher, als daß die Melodie, die zu einer beſondern Geſundheit oder zu einem Toaſt geſpielt wird, ein Mittel abgiebt, eine Artigkeit, einen Witz oder eine ſatyriſche Hinweiſung auzubringen.
Waͤhrend mir dieſe Gedanken raſch durch den Kopf giengen, hoͤrte ich meinen Freund zum dritten⸗ wal die Melodie anangen, von der wahrſcheinlich ſein eigener Name entlehnt worden war, als er durch ſeine laͤnblichen Zuhörer auf einmal unterbrochen wurde.
„Wenn Du nichts anders ſpielen kannſt, als dag, ſo thaͤteſt Du am beſten, Deine Pfeife aufzupacken, und Dich davon zu machen. Der Squire oder Mr. deron wird nun bald zuruͤckkommen, und dann wol⸗ len wir ſehen, wer den Pfeifer bezahlt.“
Oho! dachte ich, wenn ich keine ſchaͤrfern Obren zu befurchten habe, als die meiner Freunde Jan und Doreas, ſo kann ich den Verſuch ſchon wagen, und um meine Gefangenſchaft auf die einbringlichſte Weiſe


