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erlegten Buͤßungen, und wallfahrtete dann, wie man glaubt, entweder nach Rom oder zu dem heiligen Grabe ſelbſt. Allgemein warde er fuͤr todt gehalten, und erſt 13 Jahre nachher erſchien in der großen Schlacht von Durham, die zwiſchen David Bruce und der Ko⸗ nigin Philippa von England geſchlagen wurde, im Vordertreffen der ſchottiſchen Armee, ein Ritter, der ein Hufeiſen auf ſeinem Helmkamm trug, und ſich durch ſeine unerſchuͤtterliche und verzweifelte Tapfer⸗ keit auszeichnete; als er endlich uͤberwaͤltigt und er⸗ ſchlagen wurde, entdeckte man erſt, daß es der tapfere und ungluͤckliche Sir Alberick geweſen war.“
„Und iſt das ungläͤckliche Zeichen,“ ſagte ich, als Herries ſeine Erzaͤhlung geendigt hatte,„auf die gan⸗ ze Nachkommenſchaft dieſes ungluͤcklichen Hauſes uͤber⸗ gegangen?“
„So hat das Alterthum es uns uͤberliefert,“ ſag⸗ te Herries,„und noch glaubt man es. Aber vielleicht iſt in dieſem Volksglauben etwas von jener Phanta⸗ ſte, welche ſelbſt erſchafft, was ſie ſehen will. Wie andere Familien ihre Eigenthamlichkeiten haben, wo⸗ durch ſie ausgezeichnet ſind, ſo iſt ſicher die der Red⸗ gauntlets bei den meiſten Individuen durch eine be⸗ ſondere Bildung der Stirne bezeichnet, welche nach dem Glauben von dem Sohne Albericks, ihrem Ahn⸗ herrn und Bruder des ungluͤcklichen Eduards herkomme, der auf eine ſo klaͤgliche Weiſe umkam. Gewiß iſt auch, daß ein eigenes Schickſal üͤber dem Hauſe Red⸗ gauntlet gewaltet zu haben ſcheint, denn faſt in allen huͤrgerlichen Fehden, welche von den Zeiten David Bruce's an, bis auf die letzte kuͤhne und ungluͤckli⸗ che Unternehmung des Chevalier Carl Eduard das Koͤ⸗ nigreich Schottland getheilt haben, befand ſie ſich auf der verlierenden Seite.“
Er ſchloß mit einem tiefen Seufzer, wie einer den der Gegenſtand in einen Strom peinlicher Ge⸗ danken hineingezogen hat.
„Und ſtamme ich denn,“ rief ich aus,„von die⸗


