Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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Geſichte des ſchuldloſen Knaben aufgedruͤckt war, auf deſſen Stirne sang deutlich das kleine Bild eines Hufeiſens ſich zeigte. Redgauntlet wies ſelbſt darauf hin und ſagte mit einem ſchrecklichen Laͤcheln zu Dou⸗ glas: es ſoüte blutig ſeyn. Gerüuhrt von Mitleiden gegen ſeinen Waffenbruder und durch die Gewoͤy⸗ nung an duͤrgerlichen Krieg gegen alle ſauftere Gefühle geſtaͤhlt, ſchauderte Douglas doch bei dieſem Anblick zuſammen, und wuͤnſchte ein Haus zu verlaſſen, das zum Schauplatz ſolchen Greuels beſcimmt war. Bei 3 ſeiner Abreiſe ermahnte er Alberick Redgauntlet zu der Kapelle Set. Ninians von Whiteherne, die damals in großem Anſehen ſtand, zu wallfahrten, und reiſte mit einer Eilfertigkeit ab, welche den troſtloſen Zu⸗ ſtand eines ungluͤcklichen Freundes, wenn es moͤglich geweſen waͤre, noch verſchlimmert haͤtte. Dieſer aber ſchien keiner Verſchlimmerung mehr faͤhig. Sir Al⸗ berick ließ den Leichnam ſeines erſchlagenen Sohns und den der Mutter neden einander in der alten Kapelle ſeines Hauſes beiſetzen, nachdem er vorher beide von einem beruͤhmten Wundarzt jener Zeit hatte einbal⸗ ſamiren laſſen, und viele Wochen lang ſoll er in jeder Nacht einige Stunden in dem G voͤlbe zugebracht ha⸗ ben, wo ſie ruhten.

Endlich unternahm er die vorgeſchlagene Pilger⸗ fahrr nach Whiteherne, wo er zum erſtenmal ſeit ſei⸗ nem Ungluͤck beichtete, und von einem alten Moͤnche abſolvirt wurde, der nachher im Geruch der Heilig⸗ keit ſtarb. Damals ſoll Redgauntlet geweiſagt wor⸗ den ſeyn, daß wegen ſeiner unerſchuͤtterlichen Vater⸗ landsliebe ſeine Familie unter allen Wechſeln kuͤnfti⸗ ger Zeiten ſtets maͤchtig bleiben werde; daß aber zur Strafe fuͤr ſeine unnachſichtige Grauſamkeit gegen ſei⸗ nen eigenen Sohn der Himmel beſchloſſen habe, daß die Tapferkeit ſeines Geſchlechts ſtets fruchtlos ſeyn, und die von ihnen erariffene Sache nie einen gluͤckli⸗ chen Ausgang haben ſolle.

Sir Alberick unterwarf ſich den ihm daſelbſt auf⸗