Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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7⁰ den niedergeſtreckten Koͤrper ſeines uͤberwaͤltigten An haͤngers von ihm getrennt. Ohne anzuhalten, un zu unterſuchen, ob der junge Eduard verwundet ſev, bruͤckte er ſeinem Pferde die Sporen ein, um uͤber den Koͤrper hinzuſetzen, was aber ungluͤcllicherweiſe mißlang. Das Pferd machte zwar einen Sprung vorwaͤrts, war aber unfaͤhig, uͤber den Koͤrper des Juͤnglings wegzuſetzen, und traf denſelben mit dem Hinterfuße an der Stirne, als er eben ſich erheben wollte. Die Wunde war toͤdtlich. Es iſt unnoͤth:g, hinzuzufuͤgen, daß die Verfolgung unterdrochen wur⸗ de, und Baliol entkam.

So wild Redgauntlet auch geſchildert wurde, ſo uͤberwaͤltigte ihn doch der Gedanke an das vegangene Verbrechen. Als er in ſein Schloß zurückkehrte, fand er nur neuen haͤuslichen Kummer. Vei der Nachricht des ſchrecklichen Vorfalls war ſein Weib zu fruh von Geburtsſchmerzen ergriffen worden, und die Geburt eines Knaben koſtete ihr das Leben. Laͤnger als 24 Stunden ſaß Redgauntlet bei ihrem Korper, ohne weder ſeine Zuͤge, noch eine Stellung zu veraͤndern, ſo weit dieß ſeine erſchreckren Diener bemerken konn⸗ ten. Vergebens ſprach ihm der Abt von Dundren⸗ nan Troſt ein. Douglas, der einen ſo ausgezeich⸗ neten Vaterlandsfreund in ſeinem Ungluͤck zu beſu⸗ chen kam, war gluͤcklicher, ſeine Aufmerkſamkeit zu erregen. Er ließ auf dem Schloßhofe eine engliſche Schlachtmelodie blaſen, da ergriff Redgauntlet mit einmal ſeine Waffen, und ſchien die Beſinnung wie⸗ der zu erhalten, die er im Uebermaß ſeines Elends verloren hatte.

Was er auch innerlich fuͤhlen mochte, von dem Augenblick an war keine aͤußere Vewegung mehr zu erkennen. Douglas ließ das Kind herbei bringen, aber ſelbſt die eiſenbarten Kriger wurben von Entſetzen er⸗ griffen, als ſie bemerkten, daß durch ein geheimniß⸗ volles Walten ber Natur die Ur ache des Todes der Murter und der Beweis der vaͤterlichen Schuld dem