Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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67* weiß nicht, wovon Ihr ſprecht; Eure Rede iſt ſo dun⸗ kel, als Eure Plaͤne.

Sezt Euch nieder, ſagte er dann, und hirt: Svweit wenigſtens muß der Schleier geläftet wer⸗ den, woruͤber Ihr klagt. Einmal hinweggezogen, wird er nur Schuld und Kummer enthüullen, Schuld, gefolgt vor ſonderbarer Strafe, und Kummer, den die Vorſehung den Nachkommen der Traurenden zum Erbtheil gegeben hat.

Er ſchwieg einen Augenblick, und begann dann keine Erzaͤhlung mit einer Miene, welche den tief⸗ ſten Antheil an den Begebenheiten ausdruͤtte, ſo ent⸗ fent dieſe auch waren. Der Ton ſeiner reichen und mächtigen Stimme, unterſtuͤzte durch ſeine Biegſam⸗ keet die Wirkungen ſeiner Erzaͤhlung, welche ich mog⸗ lichſt mit ſeinen eigenen Worten niederzuſchreiben verſuchen will.

Nicht erſt in den letzten Jahren lernten unſere engliſchen Nachbarn, daß Theilung und burgerliche Kriege ihnen bei der Unterjochung ihrer unabbaͤngi⸗ gen Nachbarn den beſten Beiſtand leiſten. Idr er⸗ innert Euch wohl an den Zuſtand' von Knechtſchaft, worinn Schottland durch die ungluͤcklichen Kriege zwi⸗ ſchen den beimiſchen Partheven der Bruce und Baliol berſezt wurde; auch in Schottland, nachdem es darch das tapfere Benehmen des unſterblichen Pruce vom fremden Joche erloͤßt war, alle Fruͤchte ſeiner Kriumphe von Bannockburn durch die ſchreklichen Nie⸗ berlagen von Dupplin und Halidon verlor; Eduard Maliol, der Guͤnſtling und Vaſall ſeines Namens⸗ Bruders in England, ſchien fuͤr eine kurze Zeit im ſichern und unbeſtrittenen Beſitze des Throns, den kurz vorher der groͤßte Feloberr und der weileſte Fuͤrſt Europa's eingenommen hatte. Das Andenken en Bruce war aber nicht mit ihm geſtorben. Es gab noch viele, die ſeine kriegeriſchen Arbeiten getheilt hatten, und ſich der erfolgreichen Anſtrenguugen er⸗

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