40 ich will friedlich mit dieſem Gentleman ſcheiden, deſ⸗ ſen Beweggruͤnde ich nicht gerne als boͤſe annehmen moͤchte, wenn ſchon ſeine Handlungsweiſe gegen mich ungeſetzmaͤßig und gewaltthaͤtig war.
Wenn ſchon, wie du es leicht ſelbſt denken kannſt, dieſer Maͤßigung Gefuͤhle zu Grunde lagen, die den Angeklagten nicht beruͤhrten; ſo ſchien doch die Milde, mit der ich meine Sache fuͤhrte, tieferen Eindruck auf ihn zu machen als alles bisher Geſagte. Er ward ſo geruͤhrt, daß er faſt außer Faſſung kam, und nahm oft ſeine Zuflucht zu ſeiner Doſe, um nur einiger Ma⸗ ßen ſeine innere Bewegung zu verbergen. 1
Minder guͤnſtig war der Eindruck meiner Rede auf den Richter Forley, auf den ſie doch hauptſaͤchlich berechnet war. Er fluͤſterte mit ſeinem Schreiber Meiſter Niclas, raͤuſperte ſich, huſtete und runzelte
die Augenbraunen, als waͤre er uͤber meine Bitte er⸗ zuͤrnt. Endlich nachdem er ſich anſcheinend beruhigt hatte, lehnte er ſich an ſeinem Stuhle, dampfte mit großer Heftigkeit und gab mir einen drohenden Wink, der mir zeigte, daß alle meine Gruͤnde an ihm verlo⸗ ren gingen. 1.
Als ich endlich, mehr aus Mangel an Athem als aus Mangel an Gruͤnden, einhielt, eroͤffnete er ſeine Orakelſpruͤche verkuͤndigenden Kinnbacken, und gab mir folgende Antwort, die von ſeinen gewohnten In⸗ terjektionen, und von langen, dicken Rauchwolken be⸗ gleitet waren;—„Hem— ei— eh— puh— Alſo glaubt Ihr, mein Junge, Ihr koͤnntet den Mathias Forkey, der ſeit dreißig Jahren wohlbeſtallter Frie⸗ densrichter iſt, mit ſolchem Gewaͤſche hintergehn, wo⸗ mit man kaum ein Hoͤckerweib anführen kann? pub, puf— wie, Freund— heh— weißt Du nicht, daß man in der Sache keine Buͤrgſchaft annehmen kann, und daß— hm, ei— der groͤßte Mann— puf, der Baron von Grapſtock ſelbſt ſich einer gerichtlichen Ob⸗ dut unterwerfen muß? Und doch behauptet Ihr von kieſem Gentleman heimlich entfuͤhrt und Eueres Ei⸗


