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29. mere ich mich nichts mehr um ihn. Der Muͤllers Sohn, der mir auf dem letzten Jahrwarkt zu Appleby uüberall nachlief, das iſt ein Vial ein zierlicher Geſell, das koͤnnen Sie bei hellem Tage ſeyen.“
„Ja, das iſt ein ſchoͤner, ruͤſtiger Burſche— Glaubſt Du er wuͤrde den Brief nach Carlisle tragen.“
„Nach Carlisle! das koͤnnte ihm das Leben ko⸗ ſten; er muß immer nach dem Trog und der Klappe ſehen, wie man ſagt. Potz Blitz, ſein Vater wuͤrde ihn braun und blau ſchlagen, wenn er ſich's einfallen ließe nach Carlisle zu laufen. Aber ich habe noch mehr Freyer als ihn, da iſt z. B. der Schulmeiſter, der ſchreibt faſt ſo gut, wie Du, Freund.“
„Nun der iſt ja der rechte Mann dazu um einen Brief zu beſorgen; der weiß auch wie viel Muͤhe es koſtet bis man einen geſchrieben hat.⸗
„Ja menn Du davon ſprichſt, Freund, Muͤhe koſtet es ihm wahrhaftig genug; blos vier Stunden braucht er zu vier Zeilen. Dann aber ſchreibt er auch ſchoͤn, groß und deutlich, daß man's auch leſen kann, und keine Muͤckenfaͤßlein wie Ew. Gnaden Buchſtaben
machen. Aber nach Carlisle kann er nicht gehn, denn
er iſt ſtockſteif, und kruͤppelig wie Eckes' Maͤhre.“ „Nun in Gottes Namen,“ ſagte ich,„wie denkſt Du alſo meinen Brief zur Poſt zu befoͤrdern?“ „Ich hab's ia ſchon geſagt, ich lege ihn in den Poſtbeutel des Squire, den ſchickt er dann durch den Chriſtal Nixon zur Poſt, wie er ihn wohl zuweilen
zu nennen beliebt.“
Von meiner Unterhaltung zog ich alſo keinen an⸗ deren Nuzen, als daß ich nun eine Liſte von den Freyern der Dorcas hatte; aber hinſichtlich des, in
Frage ſtehenden Gegenſands, ſtand ich gerade wieder
auf dem Punkt von dem ich ausging. Doch war es mir wichtig das Maͤdchen an ein vertrauliches Ge⸗ ſpraͤch zu gewoͤhnen, denn wenn es mir gelang, ſo hoffte ich, wuͤrde ſie im Lauf des Geſpraͤchs nicht im, mer auf ihrer Hut ſeyn und vielleicht wuͤrde ihr dann⸗


