Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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21 Taſchenbuch weg war. Ich häite geglaubt, daß blos die Steifheit meiner Hände mich verhinderte, es zu fin⸗ den, wenn Chriſtal Niron, deſſen Züge Spuren der Rohheit tragen, welche Freude an menſchlichem Elend ſindet, ſein ſchallendes Hohngelächter länger hätte un⸗ terdrücken können.

20 ho! mein junger Herr, ſagte er;wir ha⸗ ben Sorge getragen, Euch die Mittel zu nehmen arme Leute beſtechen zu können. Was, Freund, wir haben eine Seele ſo gut wie andere Leute, und ſie zum Treubruch verleiten zu wollen, iſt eine Todtſuͤnde. Was mich betrifft, junger Herr, wenn Ihr auch die Marien⸗Kirche mit Gold anfüllen könntet, Chriſtal Niron wuͤrde es eben ſo wenig reitzen, als wären es eben ſo viele Kieſelſteine.

Ich wuͤrde das Geſpräch fortgeſetzt haben, wäre es blos der Hoffnung wegen g weſen, daß er im Laufe des Geſprächs etwas über meine Verhältniſſe fallen laſſen würde; er aber ſchnitt alle fernere Mittheilun⸗ gen ab, indem er mich bat, mich in die Ecke zu legen und zu ſchlafen.

Du biſt ſchon ermattet genug, fügte er hinzu, und wenn Ihr Ench nicht einige Ruhe gönnet, ſo werden Deine junge Knochen ganz auseinander fallen. Wirklich bedurfte ich der Ruhe, wenn auch nicht des Schlafs, der Trank, den ich zu mir genommen hatte, wirkte noch immer fort; ich beruhigte mich alſo bamit, daß man keinen Angriff auf mein Leben beab⸗ ſichtigte, die Furcht vor einem plötzlichen Todte rang

nicht mehr mit der Betäubung, die ſich meiner bemäch⸗

in hae,. Ich ſchlief ein, und ſchlief feſt, aber un⸗ erquicklich.

Als ich erwachte, befand ich mich ſehr unwohl; Bilder der Vergangenheit und Ahnungen der Zukunſt ſchrebten verwirrt vor meiner Phantaſie. Doch be⸗ merkte ich, das ſich meine Lage, und zwar bedeutend zu meinen Ginſtn, verändert hatte. Ich lag in ei⸗ nei guten Bette, deſſen Umhänze zugezogen waren;