Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10

hier und jenſeits zur größten Ehre gereichen würde, wo wollt Ihr das Geld hernehmen?

Ich habe Geld genug, ſagte ich, indem ich es verſuchte meine Hand in die Bruſttaſche zu ſtecken; lößt dieſe Banden und ich will Euch ſogleich zahlen.

Der Wink ſchien ſie zu bewegen und ſchon näher⸗ te ſie ſich meinem Bette um mich, wie ich hoffte, von meinen Banden zu befreien, als ein näheres, ver⸗ zweifelteres Jauchzen erſchallte, als waͤren die Rebel⸗ len der Hütte nah.

Ich wage es nicht ich wage es nicht, ſagte das arme Weib,ſie würden mich fammt meinem Männchen Willin ermorden, ſie haben uns ſchon ſchlimm genug traktirt; aber wenn es noch etwas auf Er⸗ den gibt, außer dem ſo ſoll es gern geſchehen.

Das erinnerte mich an mein körperliches Leiden. Die Bewegung meines Gemüths, und die Folgen der Behandlung die ich erduldete, hatten einen bren⸗ nenden Durſt in mir erweckt. Ich forderte einen Trunk Waſſer.

Der allmächtige Himmel behüte Epps ainslie ei⸗ nem kranken Herrn kaltes Waſſer zu geben, wenn er im Fieber liegt. Nein, nein, Schätzchen, laß⸗ mich nur gehn, ich will Eu etwas Beſſeres geben.

Gebt mir was Ihr wollt, erwiederte ich,nur

kalt und flüſſig muß es ſeyn. Die Frau reichte mir alſo einen großen Kelch mit Branntwein und Waſſer, den ich ohne mich viel um