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den Inhalt zu bekümmern, auf einen Zug ausleerte. Entweder wirkte das auf dieſe Weiſe genoſſene Ge⸗ tränk ſtärker als gewöhnlich auf mich oder der Trank war mit einem Schlaftrunk vermiſcht. Ich erinnere mich wenig mehr von dem was mir gleich nach dem Genuß des Tranks widerfuhr, nur weiß ich, daß mir die Geſtalten umher undeutlich wurden, daß die Form
der Frau ſich zu vermehren ſchien, und daß mich viele Figuren zu umgeben ſchienen, welche dieſelben Züge trugen wie ſie. Auch erinnere ich mich, daß das miß⸗
tönende Toben und Schreien der Aufrührer außerhalb der Huͤtte ſich in ein Sumſen zu verlieren ſchien, dem ähnlich, womit die Ammen die Kinder einſchlä⸗ fern. Endlich fiel ich in einen tiefen, feſten Schlaf, oder vielmehr in einen Zuſtand vollkommner Gefühl⸗ loſigkeit.
Ich habe Urſache zu glauben, daß dieſer todesähn⸗ liche Schlaf mehrere Stunden, ja vielleicht den gan⸗ zen Tag und noch einen Theil der darauf folgenden Nacht dauerte. Er war nicht immer gleich tief; denn meine Rückerinnerung daran paart ſich mit vielen Traumgeſtalten, alle peinlich und ſchwer aber auch zu ungewiß und zu unbeſtimmt als daß ich mich ihrer jetzt deutlich erinnern könnte. Endlich kam der Au⸗ genblick des Erwachens, meine Lage, meine Gefühle waren entſetzlich.
Ein tiefes Stöhnen, das ich in der Verwirrung meiner Sinne, für das Geſchrei der Aufrührer hielt


