wo ihr Mann wäre, und ob er beſchädigt worden wäre.
„Zerſchlagen,“ antwortete das Weib,„ganz in Stücken zerſchlagen; zu nichts mehr zu gebrauchen als Zündhölzchen daraus zu machen— das beſte Blut in Schottland.“ 4
„Erſchlagen?— Blut?— Iſt Euer Mann ver⸗
wundet? Iſt Blut vergoſſen— Sind Glieder zer⸗
ſchlagen worden?“
„Glieder zerſchlagen?— Ich wollte lieber,“ ant⸗ wortete die Schöne,„mein Männchen hätte das beſte Glied an ſeinem Körper zerbrochen, als ſeine Geige, die das beſte Blut in Schottland war— es war eine Cremoneſer, ſo viel ich weiß.“
„Pah— nur ſeine Geige?“
„Ich weiß nicht was Ew. Gnaden mehr hätten verlangen können, wenn er nieht gar den Hals ge⸗ brochen hätte; denn das iſt für mein Männchen Wil⸗ lin und für mich ein eben ſo großes Unglück. Still doch, iſt leicht geſagt, aber wo bekömmt man etwas den Hunger zu ſtillen? Der Broderwerber iſt fort, nun können wir ſitzen und hungern.“
„Nein, nein,“ ſagte ich,„ich will Euch zwanzig ſolcher Geigen zahlen.“
„Zwanzig ſolcher! wißt Ihr was das bheißt? Im
ganzen Lande gibt's keine ſolche mehr. Aber wenn auch
Ew. Gnaden ſie uns zahlen wollte, was Euch freilich


