Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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des Aufruhrs ganz geſchwunden war, hatte ſich ſo

nah als möglich an meine Seite gedrängt, zitternd und wimmernd, wie in der furchtbarſten Todesangſt. Ich war im Anfang nicht ſicher ob nicht der ganze Aufſtand ein Traum ſey, aber als ich es verfuchte mich zu erheben, ſo fühlte ich Schmerzen und Beklem⸗ mung, die mich nur zu ſehr überzeugten, wie wahr die Beſchädigungen ſeyen, die ich erlitten hatte. Ich ſam⸗ melte meine Seelenkräfte, lauſchte und hörte in der Ferne das Jauchzen der Aufrührer, welche, ohne Zweifel, bei dem Werk ihrer Zerſtörung beſchäftigt waren. Ich machte einen zweiten Verſuch mich aufzu⸗ richten, oder mich wenigſtens umzuwenden; denn ich lag mit dem Geſicht gegen die Wand der Hütte, aber ich fand daß meine Gelenke feſt zuſammen gebunden, und dadurch jede Bewegung unmöglich war; denn Arme und Füße waren, zwar nicht mit Stricken, aber mit leinenen und wollenen Luchſtreifen, feſt zuſam⸗ men geſchnürt. Als ich meinen Zuſtand bemerkte, ſeufzte ich tief gebeugt von körperlichen Leiden und von Seelen ſchmerz.*

Beruhigend liſpelte eine Stimme an der Seite meines Bettes:Stille doch, Schätzchen, ſey doch ruhig, halt dein Maul, wie ein gutes Kind Du biſt uns ſchon theuer genug zu ſtehen gekommen. Mein Männchen iſt ſchier drauf gegangen.

Da ich die Redensarten der Frau des wandern⸗ den Muſikanten zu erkennen glaubte, ſo frug ich ſie